Bild folgtKI-generierte IllustrationChamaenerion fleischeri
Auch bekannt als: Fleischer-Weidenröschen
Wer Fleischers Weidenröschen (Chamaenerion fleischeri) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: An den leuchtend rosafarbenen Blütenständen, die über schmalen, lanzettlichen Blättern auf dunklen Stängeln thronen, erkennst du sie sofort. In deinem Naturgarten ist sie eine wertvolle Pionierpflanze (Erstbesiedlerin), die kahle, schottrige Flächen belebt, auf denen kaum etwas anderes wächst. Da sie in Deutschland und Österreich heimisch ist, fügt sie sich perfekt in unsere regionale Flora ein. Besonders spannend ist ihre Symbiose mit der AM-Mykorrhiza (ein Wurzelpilz, der den Nährstoffaustausch fördert). Du machst mit dieser Wahl alles richtig, wenn du einen schwierigen, steinigen Sonnenplatz ökologisch aufwerten möchst.
Alpine Pionierkraft: Die robuste Schönheit für sonnige Kies- und Steingärten.
Als heimische Wildpflanze spielt Fleischers Weidenröschen eine zentrale Rolle in der Ökologie von Schotterbiotopen. Durch ihre AM-Mykorrhiza (Symbiose mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen) trägt sie zur Stabilisierung des Bodens und zur Nährstoffanreicherung an kargen Standorten bei. Ihre dichten Polster bieten in ansonsten kargen Steinwüsten wichtige Versteckmöglichkeiten für bodenbewohnende Kleinlebewesen. Die feinen, mit Haarschöpfen versehenen Samen sind ein natürlicher Teil des Nahrungsnetzes und werden über weite Strecken durch den Wind verteilt. Da sie speziell an extreme Standorte angepasst ist, fördert sie die biologische Vielfalt dort, wo herkömmliche Gartenpflanzen keine Chance haben.
Bitte beachte, dass Fleischers Weidenröschen als nicht kindersicher eingestuft wird. Es empfiehlt sich daher, die Pflanze an Standorte zu setzen, die nicht direkt als Spielfläche für Kleinkinder dienen. Sollten dennoch Pflanzenteile verschluckt werden, kannst du dich im Zweifelsfall an den Giftnotruf unter der Telefonnummer 0228 19 240 wenden.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Bioregion
Continental
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, idealerweise in einem Steingarten oder auf einer Schotterfläche.
Boden: Das Substrat muss extrem durchlässig und mineralisch sein (Kies, Splitt oder Sand), Staunässe verträgt die Pflanze gar nicht.
Feuchtigkeit: Während des Anwachsens regelmäßig gießen, danach ist sie an Trockenheit auf kargem Grund gewöhnt.
Pflanzzeit: Setze die Pflanze im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) bei frostfreiem Boden.
Pflanzabstand: Halte etwa 30 bis 40 Zentimeter Abstand zu anderen Pflanzen, damit sie sich ausbreiten kann.
Pflege: Ein Rückschnitt der alten Triebe im späten Winter fördert den frischen Austrieb im Frühjahr.
Vermehrung: Die Pflanze verbreitet sich durch flugfähige Samen und unterirdische Ausläufer meist von selbst an passenden Stellen.
Gute Partnerin: Das Taubenkropf-Leimkraut (Silene vulgaris) – es besiedelt ähnliche Pionierstandorte und ergänzt die rosa Blütenpracht mit seinen weißen Kelchblüten.
Fleischers Weidenröschen gehört zur Familie der Nachtkerzengewächse (Onagraceae) und ist eine charakteristische Art der alpinen Flussschotterfluren und Gletschermoränen (vom Eis abgelagerter Gesteinsschutt). In der Region Deutschland und Österreich besiedelt sie bevorzugt feuchte, aber extrem durchlässige Kiesflächen im Hochgebirge. Morphologisch zeichnet sie sich durch einen lockeren, oft buschigen Wuchs und vergleichsweise große Einzelblüten aus. Anders als das bekannte Schmalblättrige Weidenröschen bleibt sie deutlich kleiner und ist perfekt an die Bedingungen dynamischer Berglandschaften angepasst.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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