Bild folgtKI-generierte IllustrationFumaria parviflora
Auch bekannt als: Kleinblütiger Erdrauch
Artengruppe
1
Arten
interagieren
2
Interaktionen
dokumentiert
Wer den Kleinblütigen Erdrauch (Fumaria parviflora) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die zarten, farnartigen Blätter und die traubigen Blütenstände mit ihren winzigen Einzelblüten wirken fast wie ein feiner Schleier am Boden. Als Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 bei uns heimisch wurde) ist er ein wertvolles Stück Kulturgeschichte für deinen Garten. Da die Art auf der Vorwarnliste der Roten Liste (V) steht, leistest du mit ihrem Erhalt einen direkten Beitrag zum Artenschutz. Besonders der seltene Schwarze Apollo (Parnassius mnemosyne) profitiert von dieser Pflanze als wichtiger Partner in seinem Lebensraum. Wenn du einen sonnigen Platz mit kalkhaltigem Boden hast, wirst du viel Freude an diesem zierlichen Gast haben.
Zarter Bodenschatz: Ein seltener Begleiter für den Schwarzen Apollo.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Kleinblütige Erdrauch eine gezielte Futterquelle für den Schwarzen Apollo (Parnassius mnemosyne). Die Blütezeit von Juni bis September stellt sicher, dass in den Sommermonaten ein kontinuierliches Angebot vorhanden ist. Mit einem geringen Diasporengewicht (Samengewicht) von nur 2.12 mg nutzt die Pflanze den Wind zur Fernausbreitung, was für die natürliche Besiedlung neuer Gartenbereiche wichtig ist. Da die Art in der Roten Liste unter der Kategorie V (Vorwarnliste) geführt wird, dient dein Garten hier als wichtiges Refugium. Die breiten Blätter mit einer Fläche von etwa 714.08 mm² bieten zudem Kleinstlebewesen am Boden Schutz und Schatten.
Der Kleinblütige Erdrauch ist als nicht kindersicher eingestuft. Wie viele Mohngewächse enthält er Stoffe, die bei Verzehr zu gesundheitlichen Problemen führen können. Achte deshalb darauf, dass Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile in den Mund nehmen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.234 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 8: Wähle einen vollsonnigen Platz, an dem die Pflanze viel direktes Licht bekommt.
Ellenberg Feuchte 4: Der Boden sollte frisch bis mäßig trocken sein; vermeide dauerhafte Nässe.
Ellenberg Reaktion 8: Die Pflanze benötigt zwingend kalkhaltigen oder basischen Boden für ein gesundes Wachstum.
Bodenbeschaffenheit: Als Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) reicht normaler, nicht übermäßig gedüngter Gartenboden völlig aus.
Wuchshöhe: Plane genau 0.23 m Platz in der Höhe ein, idealerweise im Vordergrund deines Beetes.
Pflanzzeit: Setze den Erdrauch im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in die Erde.
Vermehrung: Die leichten Samen (2.12 mg) verbreiten sich oft von selbst durch den Wind.
Gute Partnerin: Der Klatschmohn (Papaver rhoeas) ist eine hervorragende Ergänzung, da beide Arten ähnliche Ansprüche an Licht und Boden teilen.
Der Kleinblütige Erdrauch gehört zur Familie der Mohngewächse (Papaveraceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz als indigen (einheimisch) oder altbürgerlich eingestuft. Sein natürlicher Lebensraum umfasst sonnige Standorte auf kalkhaltigen (basischen) Böden, oft als Begleiter in der traditionellen Ackerkultur. Er wächst als nicht verholzende, krautige Pflanze und erreicht eine kompakte Wuchshöhe von genau 0.23 m. Eine Besonderheit ist seine AM-Mykorrhiza (eine Symbiose zwischen Wurzeln und Bodenpilzen), die der Pflanze hilft, Nährstoffe effizienter aus dem Boden zu lösen.
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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