Bild folgtKI-generierte IllustrationFumaria schleicheri subsp. schleicheri
Auch bekannt als: Fumaria schleicheri subsp. schleicheri
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Wer Schleichers Erdrauch einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren zarten, rosa-violetten Blütenröhren und den fein gefiederten, fast graugrünen Blättern wirkt sie wie ein filigranes Gespinst im Beet. Diese seltene Art ist ein wertvoller Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) und steht auf der Roten Liste 3, gilt also als gefährdet. In deinem Garten bietet sie eine wichtige Nektarquelle für spezialisierte Falter wie den Schwarzen Apollo (Parnassius mnemosyne). Da sie einjährig ist, braucht sie nur wenig Platz und stört kaum andere Stauden. Mit Schleichers Erdrauch holst du dir eine echte Rarität in den Garten, die zeigt, dass du ein Herz für bedrohte Ackerkräuter hast. Probier es einfach mal aus und lass diese kleine Kostbarkeit an einer sonnigen Stelle gewähren.
Rote-Liste-Schönheit: Ein seltenes Refugium für den Schwarzen Apollo.
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Trotz ihrer zierlichen Gestalt spielt diese Pflanze eine wichtige Rolle im ökologischen Gefüge. Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist sie eine wichtige Nektarquelle für den Schwarzen Apollo (Parnassius mnemosyne), einen sehr seltenen und geschützten Schmetterling. Durch ihre Mykorrhiza-Symbiose (Lebensgemeinschaft mit Pilzen), speziell der AM (Arbuskulären Mykorrhiza), trägt sie zur Bodengesundheit und Vernetzung des Bodenlebens bei. Auch wenn sie klein ist, produzieren die Blüten Nektar, der in der oft ausgeräumten Agrarlandschaft fehlt. Als gefährdete Art der Roten Liste 3 ist jeder Standort in einem Garten ein kleiner Trittstein für das Überleben dieser Pflanzengesellschaften. Die Samen können im Winter zudem eine winzige, aber nahrhafte Ergänzung für am Boden suchende Singvögel sein.
Bitte beachte, dass Schleichers Erdrauch nicht als kindersicher eingestuft wird. Wie viele Mohngewächse enthält die Pflanze Alkaloide (pflanzliche Abwehrstoffe), die bei Verzehr ungesund oder giftig sein können. Achte daher darauf, dass kleine Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile in den Mund nehmen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.21 m
Schleichers Erdrauch ist eine wunderbare Pflanze für ungestörte Ecken im Garten, an denen der Boden auch mal offen liegen darf.
Standort: Wähle einen sonnigen bis halbschattigen Platz mit durchlässigem Boden.
Boden: Ideal ist ein kalkhaltiger, eher nährstoffreicher Untergrund, der nicht zu Staunässe neigt.
Pflanzzeit: Die Aussaat oder das Setzen junger Pflanzen erfolgt am besten von März bis Mai.
Pflege: Da die Art einjährig ist, musst du sie nicht zurückschneiden; lass sie einfach ausblühen, damit sie sich versamen kann.
Vermehrung: Die Pflanze sorgt durch Selbstaussaat für die nächste Generation, sofern du den Boden im Herbst nicht zu stark bearbeitest.
Wasserbedarf: In trockenen Frühjahrsmonaten solltest du die Jungpflanzen regelmäßig gießen, bis sie sich etabliert haben.
Dünger: Eine Gabe reifer Kompost im Frühjahr reicht völlig aus.
Gute Partnerin: Der Klatschmohn (Papaver rhoeas) ist ein idealer Nachbar – beide lieben offene Bodenstellen und ergänzen sich optisch hervorragend in einem naturnahen Wildblumenbeet.
Schleichers Erdrauch gehört zur Familie der Mohngewächse (Papaveraceae) und ist eng mit dem bekannteren Gemeinen Erdrauch verwandt. Die Pflanze wächst meist auf lockeren, kalkhaltigen Böden und ist als indigen (einheimisch) oder alter Einwanderer in unseren Breiten fest verwurzelt. Morphologisch (gestaltlich) zeichnet sie sich durch kleine, gespornte Blüten aus, die in traubigen Blütenständen angeordnet sind. Da sie auf der Roten Liste der gefährdeten Arten steht, ist ihr Vorkommen in Privatgärten ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz. Als einjährige Pflanze schließt sie ihren Lebenszyklus innerhalb eines Sommers ab und überdauert den Winter als Samen im Boden.
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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