Bild folgtKI-generierte IllustrationGagea serotina
Auch bekannt als: Späte Faltenlilie, Spätblühende Faltenlilie
An ihren zierlichen, aufrechten Blüten mit den feinen, oft grünlich oder rötlich geäderten Außenseiten lässt sich der Herbst-Gelbstern (Gagea serotina) sofort erkennen. Er ist eine echte Rarität für deinen Garten, die besonders durch ihre zarte Gestalt und die späte Blütezeit im Hochsommer besticht. Da die Art in Deutschland und Österreich indigen (einheimisch) ist, leistest du mit ihrer Anpflanzung einen wertvollen Beitrag zum Erhalt unserer regionalen Pflanzenvielfalt. Mit einer Wuchshöhe von nur 8 Zentimetern ist er ein kleiner Akzent, der zeigt, dass du ein Auge für die besonderen Details der Natur hast. Trau dich an diesen Spezialisten heran, er wird es dir mit alpiner Eleganz danken.
Alpines Juwel für Kenner: Nur 8 Zentimeter groß, aber ein Riese für die Vielfalt.
Nach aktuellen Daten ist der Herbst-Gelbstern ein wichtiger Bestandteil spezialisierter Ökosysteme, da er eine AM-Mykorrhiza (eine Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln) eingeht. Seine Ausbreitungsstrategie setzt auf das geringe Diasporengewicht von nur 0,51 mg, wodurch die Samen leicht durch den Wind verbreitet werden können. Als heimische Art stärkt er die Biodiversität in deinem Garten, indem er eine ökologische Nische auf kargen Böden besetzt. Zwar liegen derzeit keine spezifischen Daten zu Bestäubern vor, doch dient er als ursprünglicher Teil unserer Flora der allgemeinen Stabilität des lokalen Naturraums. Die späte Blütezeit im Juli und August bereichert das Nahrungsangebot in einer Phase, in der viele andere Arten bereits verblüht sind.
Der Herbst-Gelbstern ist als nicht kindersicher eingestuft und gilt als potenziell problematisch bei Verzehr. Falls Kinder oder Haustiere Teile der Pflanze verschluckt haben, kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240. Achte beim Pflanzen auf einen Standort, der für Kleinkinder nicht direkt zugänglich ist.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jul – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.082 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz im Steingarten oder auf einer Magerwiese mit lückiger Vegetation.
Achte auf einen gut durchlässigen, eher nährstoffarmen Boden, um Staunässe im Wurzelbereich zu vermeiden.
Pflanzzeit Herbst: Setze die Zwiebeln zwischen September und November in die Erde, solange der Boden frostfrei ist.
Halte aufgrund der geringen Wuchshöhe von 0,08 m einen ausreichenden Abstand zu starkwüchsigen Stauden ein.
Bodenvorbereitung: Bei schweren Böden eine Schicht Sand als Drainage (Wasserabzug) untermischen.
Pflege: Die Pflanze ist sehr pflegeleicht und muss nach der Blüte nicht zurückgeschnitten werden.
Vermehrung: Überlasse die Selbstaussaat dem Wind, der die leichten Samen weit trägt.
Gute Partnerin: Die Weiße Fetthenne (Sedum album) – sie teilt die Vorliebe für trockene Standorte und überwuchert den kleinen Gelbstern nicht.
Der Herbst-Gelbstern (Gagea serotina) gehört zur Familie der Liliengewächse (Liliaceae) und ist eine ausdauernde, krautige Pflanze. Er ist in Deutschland und Österreich heimisch und besiedelt natürlicherweise Xerothermrasen (warme, trockene Magerwiesen) sowie felsige Standorte. Als nicht verholzende Art bildet er schmale, breitblättrige Blätter aus, die eine Fläche von etwa 173 mm² erreichen. Einzigartig ist seine Wuchshöhe von exakt 0,08 Metern. Er verbreitet sich über extrem leichte Samen (0,51 mg), was ihm die Fernausbreitung durch den Wind ermöglicht.
3 Videos zu Herbst-Gelbstern
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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