Bild folgtKI-generierte IllustrationGalanthus elwesii
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Wer das Elwes Schneeglöckchen (Galanthus elwesii) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Mit seinen ungewöhnlich breiten, blaugrauen Blättern und den zwei grünen Flecken auf den inneren Blütenblättern ist es eine wahre Pracht. Für deinen Naturgarten ist dieser Frühaufsteher ein echter Gewinn, da er oft schon im tiefsten Winter das erste Buffet für Insekten eröffnet. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitiert vor allem die Honigbiene (Apis mellifera) von diesem frühen Pollenangebot an milden Tagen. Wenn du einen Platz unter lichten Sträuchern hast, kannst du mit dieser Art wenig falsch machen. Schaffe eine wertvolle Brücke für die Tierwelt in der kargen Zeit, bevor der Frühling richtig losgeht.
Winter-Retter: Mit 0,27 m Höhe liefert es ab Dezember Pollen für Honigbienen.
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Das Elwes Schneeglöckchen ist ein unverzichtbarer Baustein für die frühe Biodiversität im Garten. Mit einer Blütezeit von Dezember bis Mai stellt es eine der ersten verlässlichen Nahrungsquellen im Jahr dar. Besonders die Honigbiene (Apis mellifera) wird durch die Blütensignale angelockt und nutzt die milden Winterstunden für erste Sammelflüge. Auch wenn es ein Neophyt ist, integriert es sich hervorragend in das heimische Ökosystem. Da es bereits im Winter blüht, füllt es eine kritische Lücke im Nahrungskalender für Bestäuber. Die Verbreitung der Samen übernehmen oft Ameisen, die durch ein kleines Anhängsel am Samen angelockt werden, was die natürliche Ausbreitung im Garten fördert.
Bitte beachte, dass das Elwes Schneeglöckchen nicht kindersicher ist, da alle Pflanzenteile giftige Stoffe enthalten. Bei versehentlichem Verzehr kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240. In Haushalten mit Haustieren oder kleinen Entdeckern ist Vorsicht bei der Standortwahl geboten.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Dez – Mai
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.27 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle für die Pflanzung einen Platz im Schatten (Lichtwert 4), idealerweise unter sommergrünen Gehölzen.
Achte auf einen frischen Boden (mäßig feucht, Feuchtewert 5), der weder austrocknet noch Staunässe bildet.
Die Pflanze ist ein Mittelzehrer (Nährstoffwert 5); eine Gabe von reifem Kompost im Frühjahr reicht völlig aus.
Der Boden sollte neutral bis schwach sauer sein (Reaktionswert 6).
Die beste Pflanzzeit ist im Herbst (September bis November), solange der Boden noch nicht gefroren ist.
Setze die Zwiebeln etwa 8 cm tief in die Erde.
Lasse das Laub nach der Blüte unbedingt vollständig vergilben, damit die Pflanze Nährstoffe für das nächste Jahr speichern kann.
Vermehrung erfolgt unkompliziert durch Brutzwiebeln (Tochterzwiebeln an der Hauptzwiebel).
Gute Partnerin: Die Gewöhnliche Haselwurz (Asarum europaeum) – sie teilt den schattigen Standort und schützt als Bodendecker die Fläche, wenn das Schneeglöckchen im Sommer ruht.
Elwes Schneeglöckchen gehört zur Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae) innerhalb der Ordnung der Spargelartigen (Asparagales). Obwohl die Art als Neophyt (eine Pflanze, die nach 1492 bei uns eingeführt wurde) gilt, ist sie in Deutschland, Österreich und der Schweiz mittlerweile fest etabliert und heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst lichte Wälder und Waldränder auf frischen Böden. Typisch für diese krautige Pflanze ist die Wuchshöhe von genau 0,27 m sowie ihre breitblättrige Laubform. Als Geophyt (Pflanze, die ungünstige Zeiten unter der Erde überdauert) zieht sie sich nach der Blütezeit im Mai vollständig in ihre Zwiebel zurück.
3 Videos zu Elwes Schneeglöckchen
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →