Bild folgtKI-generierte IllustrationGalium anisophyllon subsp. anisophyllon
Auch bekannt als: Galium anisophyllon subsp. anisophyllon
An ihrem polsterartigen Wuchs und den schmalen, quirlständigen (sternförmig um den Stängel angeordneten) Blättern lässt sich das Ungleichblättrige Labkraut sofort erkennen. Für deinen Naturgarten ist dieser zierliche Bodendecker ein echter Gewinn, da er als indigenes (schon immer hier heimisches) Gewächs perfekt an unsere Umwelt angepasst ist. Mit einer Höhe von nur 11 Zentimetern besiedelt die Pflanze karge Stellen, die für andere Arten zu trocken oder nährstoffarm sind. Da sie Mykorrhiza (eine Lebensgemeinschaft mit nützlichen Bodenpilzen) eingeht, verbessert sie ganz nebenbei die Vitalität deines Bodens. Wenn du einen unaufdringlichen, robusten Bewohner für sonnige Fugen oder Steinbeete suchst, ist dieses Labkraut genau das Richtige für dich.
Der heimische Mini-Bodendecker mit nur 11 cm Höhe für deine sonnigen Steingärten.
Als einheimische Art spielt das Ungleichblättrige Labkraut eine wichtige Rolle im Netzwerk deines Gartens. Durch die Ausbildung einer Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilz und Wurzel) fördert es die biologische Aktivität und Gesundheit des Bodens. Mit seinem geringen Diasporengewicht (Gewicht der Samen) von 0,48 mg dient es als Pionierpflanze, die neue, offene Bodenstellen durch Windausbreitung besiedelt. In Steingärten bieten die dichten, bodennahen Matten einen geschützten Lebensraum für kleine Laufkäfer und andere bodenbewohnende Nützlinge. Da es sich um ein indigenes (heimisches) Kraut handelt, ist es ein stabiler Baustein für die regionale Artenvielfalt auf kargen Standorten.
Bitte beachte, dass das Ungleichblättrige Labkraut laut Datenbank-Einstufung nicht als kindersicher gilt. Auch wenn keine akuten Vergiftungsfälle bei dieser Unterart im Vordergrund stehen, sollten Kleinkinder nicht an der Pflanze knabbern. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs oder bei Unsicherheit kannst du dich jederzeit an den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240 wenden. In Haushalten mit Haustieren ist beim Erstkontakt ebenfalls Vorsicht ratsam.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.108 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, idealerweise in einem Steingarten oder auf einer Trockenmauer.
Boden: Das Labkraut benötigt einen mageren (nährstoffarmen) und gut durchlässigen Boden, gerne mit Kalkgehalt.
Pflanzzeit Frühling: Setze junge Pflanzen zwischen März und Mai in die Erde, sobald der Boden bearbeitbar ist.
Pflanzzeit Herbst: Auch von September bis November ist eine Pflanzung möglich, solange kein Bodenfrost herrscht.
Pflanzabstand: Halte etwa 15 bis 20 Zentimeter Abstand, damit sich die Polster gut ausbreiten können.
Wuchshöhe: Mit 0,11 m bleibt die Art sehr flach; achte darauf, dass sie nicht von hohen Nachbarn beschattet wird.
Pflege: Die Pflanze ist sehr pflegeleicht; ein Rückschnitt ist im naturnahen Garten nicht erforderlich.
Vermehrung: Durch die leichten Samen sorgt die Pflanze selbst für eine dezente Selbstaussaat an passenden Stellen.
Gute Partnerin: Schaf-Schwingel (Festuca ovina) – beide Arten teilen die Vorliebe für karge, sonnige Standorte und ergänzen sich optisch hervorragend.
Das Ungleichblättrige Labkraut (Galium anisophyllon subsp. anisophyllon) gehört zur Familie der Rötegewächse (Rubiaceae) und ist in Deutschland heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind oft Kalk-Magerrasen (nährstoffarme Wiesen auf Kalkboden) oder felsige Standorte in Bergregionen. Die Pflanze wächst als ausdauerndes Kraut und bleibt mit exakt 0,11 m sehr niedrig. Typisch sind die Blätter, die in Quirlen angeordnet und innerhalb eines Kreises oft unterschiedlich lang sind. Dank ihres leichten Diasporengewichts (Gewicht der Ausbreitungseinheit) von nur 0,48 mg können sich ihre Samen über den Wind verbreiten.
3 Videos zu Ungleichblättriges Labkraut
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →