Bild folgtKI-generierte IllustrationGalium parisiense
Auch bekannt als: Galium parisiense
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dokumentiert
Mit seinen filigranen Stängeln und den winzigen, quirlständigen Blättern fällt das Pariser Labkraut (Galium parisiense) sofort auf. In deinem Garten ist diese zierliche Pflanze eine echte Besonderheit, da sie auf der Roten Liste in Kategorie 1 steht und somit vom Aussterben bedroht ist. Wenn du ihr einen Platz gibst, förderst du gezielt seltene Insekten wie den Schwarzbraunen Blattkäfer. Als Spezialist für extrem magere und trockene Standorte besetzt sie Nischen, die viele andere Pflanzen meiden. Mit dieser Wahl zeigst du echtes Fingerspitzengefühl für den Schutz unserer heimischen Artenvielfalt und bereicherst deinen Naturgarten um einen seltenen Gast.
Rarität für trockene Ecken: Schütze das vom Aussterben bedrohte Labkraut.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist das Pariser Labkraut eine wichtige Futterpflanze für den Schwarzbraunen Blattkäfer. Da die Art in der Natur vom Aussterben bedroht ist, dient dein Garten als wertvolles Refugium für den Erhalt dieses Spezialisten. Die Blütezeit von Juni bis August bietet kleinen Bestäubern eine verlässliche Nahrungsquelle in den heißen Sommermonaten. Durch das sehr leichte Diasporengewicht (Samengewicht) von nur 0.1366 mg können die Samen weite Strecken zurücklegen und neue Lebensräume besiedeln. Die Pflanze ist ein klassischer Vertreter der Magerrasen-Ökologie und unterstützt ein stabiles Gleichgewicht auf trockenen Bodenstellen. Vögel nutzen die zierlichen Strukturen im Winter gelegentlich zur Suche nach Kleinstinsekten.
Nach den vorliegenden Daten ist das Pariser Labkraut als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine schwere Giftigkeit dokumentiert ist, solltest du darauf achten, dass Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile verzehren. In einem Naturgarten ist ein verantwortungsvoller Umgang mit allen Wildpflanzen ratsam.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
—
Blütezeit
Jun – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.172 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtwert 8), an dem die Pflanze den ganzen Tag direktes Licht bekommt.
Sorge für einen sehr trockenen Boden (Feuchtewert 2), da Staunässe für diese Art tödlich ist.
Der Untergrund muss nährstoffarm sein (Schwachzehrer); mische bei Bedarf Sand oder feinen Kies unter die Erde.
Pflanze das Labkraut entweder im Frühling von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Halte die Wuchshöhe von 0.17 m im Blick und setze es an den Rand, damit es nicht von größeren Pflanzen überdeckt wird.
Da die Samen mit 0.1366 mg extrem leicht sind, verbreiten sie sich durch den Wind – lass die Pflanze nach der Blüte unbedingt ungestört ausreifen.
Eine Pflege im Sinne eines Rückschnitts ist nicht nötig; die Pflanze ist einjährig oder kurzlebig.
Gute Partnerin: Der Feld-Thymian (Thymus pulegioides) – er liebt die gleiche Trockenheit und bietet einen schönen farblichen Kontrast.
Das Pariser Labkraut gehört zur Familie der Rötegewächse (Rubiaceae) und ist in der Region Deutschland, Österreich und Schweiz als einheimisch oder alteingebürgert eingestuft. Sein natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen), wo es die intensive Sonne liebt. Mit einer Wuchshöhe von genau 0.17 m bleibt es sehr niedrig und bildet zarte, krautige Strukturen ohne zu verholzen. Die Pflanze nutzt eine AM-Mykorrhiza (eine Symbiose zwischen Wurzeln und Pilzen), um in kargen Böden besser an Nährstoffe zu gelangen. Auffällig sind die winzigen Blattflächen von nur 7.42 mm², die die Verdunstung minimieren.
3 Videos zu Pariser Labkraut



•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →