Bild folgtKI-generierte IllustrationGalium pumilum agg.
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Arten
interagieren
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Wer das Zwerg-Labkraut einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Mit seinen filigranen, weißen Blütenwolken und den quirlständigen (sternförmig um den Stängel angeordneten) Blättern wirkt es wie ein zarter Teppich im Beet. Für den Naturgarten ist dieser heimische Bodendecker wertvoll, da er spezialisierten Insekten wie der Braunfühler-Schmalbiene (Lasioglossum fulvicorne) eine wichtige Lebensgrundlage bietet. Auch die Rasenameise wird regelmäßig an den Blüten beobachtet. Wenn du eine robuste Pflanze suchst, die magere Stellen im Garten ökologisch aufwertet, machst du mit dieser Art alles richtig. Sie bringt Ruhe in die Gestaltung und fördert gezielt die Artenvielfalt auf kleiner Fläche.
Zierlicher 26-Zentimeter-Bodendecker: Die Heimat der Braunfühler-Schmalbiene.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren besonders zwei Arten von diesem Labkraut: die Braunfühler-Schmalbiene (Lasioglossum fulvicorne) und die Rasenameise. Die Pflanze stellt für diese Insekten eine verlässliche Nahrungsquelle dar. Da die Samen (Diasporen) mit nur 0.4183 mg sehr leicht sind, können sie durch den Wind über weite Strecken verbreitet werden, was die Vernetzung von Biotopen fördert. Auch wenn keine spezifischen Falterdaten vorliegen, bieten die dichten Blattpolster Schutz für zahlreiche Bodenlebewesen. Die Bindung an kalkhaltige Standorte macht sie zu einem wichtigen Baustein für die spezialisierte Fauna der Trocken- und Magerrasen. Im Winter dienen die vertrockneten Triebe als Rückzugsort für Kleinstinsekten.
Bitte beachte, dass das Zwerg-Labkraut laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft wird. Bei versehentlichem Verzehr oder Unwohlsein kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240. In Gärten mit kleinen Kindern ist ein umsichtiger Umgang mit der Pflanze ratsam.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.261 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort (Ellenberg Licht 8): Wähle einen vollsonnigen Platz, der mindestens 6 Stunden direkte Sonne erhält.
Boden (Ellenberg Naehrstoffe 2): Das Kraut ist ein Schwachzehrer; der Boden muss mager und nährstoffarm sein. Bei Bedarf mit Sand abmagern.
Feuchtigkeit (Ellenberg Feuchte 4): Die Erde sollte frisch (mäßig feucht) sein, Staunässe ist unbedingt zu vermeiden.
Kalkgehalt (Ellenberg Reaktion 7): Die Pflanze benötigt einen kalkhaltigen oder basischen Untergrund.
Wuchshöhe: Plane genau 0.26 m Platz in der Höhe ein, ideal für den vorderen Beetrand.
Pflanzzeit: Setze die Pflanze im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) bei offenem Boden.
Vermehrung: Die Pflanze verbreitet sich über extrem leichte Samen (0.4183 mg) selbstständig durch den Wind.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) – sie teilt die Vorliebe für kalkhaltige, magere Standorte und bietet einen schönen Farbkontrast.
Das Zwerg-Labkraut (Galium pumilum agg.) gehört zur Familie der Rötegewächse (Rubiaceae) und zur Ordnung der Enzianartigen (Gentianales). In Deutschland ist es heimisch und besiedelt bevorzugt kalkhaltige Magerrasen (nährstoffarme, oft beweidete Wiesen) sowie sonnige Böschungen. Die krautige Pflanze bleibt mit einer Wuchshöhe von exakt 0.26 m recht niedrig und verholzt nicht. Da sie an kalte, alpine oder nördliche Klimate angepasst ist, kommt sie mit rauen Lagen gut zurecht. Markant sind die breitblättrigen Blattquirlen, die in regelmäßigen Abständen am Stängel sitzen.
3 Videos zu Zwerg-Labkraut



•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →