Bild folgtKI-generierte IllustrationGalium pusillum
Auch bekannt als: Zierliches Labkraut, Galium pusillum
Artengruppe
6
Arten
interagieren
11
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst das Kleine Labkraut (Galium pusillum) an seinen sehr zierlichen, polsterartigen Matten, die eine Höhe von nur 8 Zentimetern erreichen. In deinem Garten ist dieser zarte Bodendecker ein wichtiger Baustein für die Artenvielfalt, da er als heimische Art perfekt an trockene und magere Standorte angepasst ist. Er besetzt ökologische Nischen auf kargen Böden, die viele herkömmliche Gartenpflanzen meiden. Da die Art bereits auf der Vorwarnliste der Roten Liste steht, leistest du mit ihrer gezielten Ansiedlung einen echten Beitrag zum regionalen Naturschutz. Probiere es doch einfach mal an einer sonnigen Mauerkante oder im Steingarten aus.
Zierliches Polster mit großer Wirkung: Naturschutz auf nur 8 Zentimetern.
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Nach aktuellen ökologischen Daten ist das Kleine Labkraut eng mit spezialisierten Bodenorganismen vernetzt und geht eine Symbiose mit AM-Mykorrhiza (spezielle Bodenpilze für den Nährstoffaustausch) ein. Als Bewohner nährstoffarmer Standorte trägt es zur Stabilisierung empfindlicher Ökosysteme bei, die oft durch Überdüngung bedroht sind. Seine Blüte im Juni bietet Nahrung in einer Phase, in der viele Frühjahrsblüher bereits verblüht sind. Da die Art in der Roten Liste auf der Vorwarnliste (V) geführt wird, dient dein Garten hier als Trittsteinbiotop für den Erhalt dieser gefährdeten Flora in Mitteleuropa.
Das Kleine Labkraut wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine schweren Vergiftungen bekannt sind, solltest du darauf achten, dass Kleinkinder keine Pflanzenteile verzehren. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs ist der Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240 erreichbar.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
—
Blütezeit
Jun – Jun
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.082 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 9), ideal sind Südhänge oder Steingärten.
Boden: Der Untergrund muss mager und nährstoffarm sein (Schwachzehrer).
Bodenbeschaffenheit: Achte auf kalkhaltiges (basisches) Substrat mit sehr guter Drainage.
Wasserbedarf: Sehr gering; die Pflanze ist an trockene Standorte (Feuchtewert 3) angepasst und verträgt keine Staunässe.
Pflanzzeit: Setze die Pflanze im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst bis zum ersten Frost.
Pflanzabstand: Halte etwa 10 bis 15 cm Abstand, damit die Polster geschlossen zusammenwachsen können.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich; die Pflanze erhält sich durch Selbstaussaat und Ausläufer.
Gute Partnerin: Kleiner Wiesenknopf (Sanguisorba minor) — beide teilen die Vorliebe für kalkhaltige, magere Trockenrasen und ergänzen sich hervorragend im Wuchsbild.
Das Kleine Labkraut gehört zur Familie der Rötegewächse (Rubiaceae) und ist als indigene (einheimische) Art in Deutschland, Österreich und der Schweiz verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) auf kalkhaltigem Untergrund. Morphologisch zeichnet es sich durch einen krautigen, nicht verholzten Wuchs und breitblättrige Quirlblätter aus. Mit einer Wuchshöhe von genau 0,08 m bildet es dichte Teppiche, die den Boden in extremen Lagen festigen. Die Pflanze ist zudem ein Archäophyt, gehört also zu den Arten, die bereits vor dem Jahr 1492 bei uns heimisch waren.
3 Videos zu Kleines Labkraut (Artengruppe)
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•EuPPollNet (CC BY 4.0) – Hervías-Parejo et al. 2023, Zenodo doi:10.5281/zenodo.7985884
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →