Bild folgtKI-generierte IllustrationGalium rotundifolium
Auch bekannt als: Rundblättriges Laubkraut, Rundblättriges Labkraut
Wer das Rundblatt-Labkraut (Galium rotundifolium) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: An seinen fast runden, in Quirlen (blattähnliche Organe, die kreisförmig um den Stängel angeordnet sind) stehenden Blättern lässt es sich sofort erkennen. In deinem Garten übernimmt dieser zierliche Schattenkünstler eine wichtige Rolle als bodennaher Lückenfüller unter Gehölzen. Da es sich um eine heimische Art handelt, bereichert es die Vielfalt in Bereichen, in denen viele Zierpflanzen aufgeben. Mit einer Wuchshöhe von nur 18 Zentimetern bildet es einen ruhigen Teppich, der den Boden schützt. Schau doch mal genau hin, wie es die schattigen Nischen deines Gartens sanft besiedelt.
Heimischer Schattenkünstler: 18 Zentimeter pure Natur für frische Waldböden.
Da für diese Art momentan keine spezifischen Bestäubungsdaten in unserer Datenbank vorliegen, betrachten wir ihren Wert als wertvollen Baustein im Ökosystem des Schattengartens. Heimische Pflanzen wie das Rundblatt-Labkraut sind grundsätzlich wichtig, da sie an das regionale Klima angepasst sind und zur Bodenstabilität beitragen. Seine breiten Blätter schützen die Humusschicht (die oberste, nährstoffreiche Erdschicht) vor dem Austrocknen und fördern so ein gesundes Bodenleben. Die winzigen, 0,78 mg leichten Samen ermöglichen eine natürliche Fernausbreitung durch den Wind. So besiedelt es langsam neue Nischen und schließt Lücken im Unterwuchs deines Gartens.
Bitte beachte, dass das Rundblatt-Labkraut (Galium rotundifolium) nicht als kindersicher eingestuft wird. Auch wenn keine spezifischen Vergiftungsfälle bekannt sind, sollten Kleinkinder beim Entdecken im Garten beaufsichtigt werden. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs kannst du dich zur Sicherheit an den Giftnotruf unter 0228 19 240 wenden.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.176 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen schattigen Platz, an den kaum direktes Sonnenlicht gelangt.
Boden: Die Erde sollte normal beschaffen und mäßig nährstoffreich sein (Mittelzehrer).
Feuchtigkeit: Halte den Boden nach dem Ellenberg-Wert 5 gleichmäßig frisch (mäßig feucht), vermeide aber Staunässe.
Pflanzzeit: Setze die Pflanze im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in die Erde.
Wuchshöhe: Mit genau 0.18 m bleibt das Labkraut sehr niedrig und eignet sich perfekt für den Vordergrund.
Vermehrung: Die Pflanze verbreitet sich selbst über sehr leichte Samen (Diasporen), die nur 0,78 mg wiegen.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich; lass die Pflanze über den Winter als natürlichen Bodenschutz stehen.
Pflanzpartner: Gute Nachbarin ist die Haselwurz (Asarum europaeum) – beide lieben schattige, frische Standorte und bilden gemeinsam einen dichten, ökologisch wertvollen Teppich.
Das Rundblatt-Labkraut (Galium rotundifolium) gehört zur Familie der Rötegewächse (Rubiaceae) und zur Ordnung der Enzianartigen. Es ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz indigen (einheimisch) vorkommt. In der Natur besiedelt es vorzugsweise Wälder auf frischen (mäßig feuchten) Böden im Schatten. Typisch für die Gattung sind die vierzähligen Blattquirle, wobei diese Art durch ihre namensgebenden, auffällig breiten Blätter mit einer Fläche von etwa 110 mm² aus dem Rahmen fällt. Trotz seiner zierlichen Statur ist es ein robuster Bestandteil unserer heimischen Flora und verholzt nicht.
3 Videos zu Rundblatt-Labkraut
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →