Bild folgtKI-generierte IllustrationGalium sudeticum
Auch bekannt als: Galium sudeticum
Auffällig sind beim Sudeten-Labkraut (Galium sudeticum) seine zarten, weißen Blütenwölkchen und die schmalen Blätter, die in charakteristischen Quirlen (sternförmig um den Stängel angeordnet) stehen. In Deinem Garten ist diese seltene Art ein echter Spezialist für magere, eher nährstoffarme Standorte und trägt zur Vielfalt heimischer Wildpflanzen bei. Da es in Deutschland und Österreich heimisch ist, passt es perfekt in naturnahe Pflanzungen, die unsere regionale Flora widerspiegeln sollen. Mit diesem Labkraut holst Du Dir eine botanische Besonderheit direkt vor die Haustür. Probier es doch mal an einer sonnigen Böschung oder im Steingarten aus, um einen Hauch von Gebirgsflair zu genießen.
Filigraner Gebirgsschatz für sonnige Magerbeete und Naturgarten-Liebhaber.
Da für diese seltene Pflanzenart aktuell keine spezifischen Bestäuberdaten vorliegen, liegt ihr ökologischer Wert vor allem im Erhalt der regionalen Biodiversität. Als heimischer Spezialist für magere Standorte bereichert das Sudeten-Labkraut die floristische Vielfalt in Deinem Garten und bietet Struktur für bodennah lebende Insekten. Labkräuter allgemein dienen oft als Futterquelle, doch bei dieser spezifischen Art steht der Schutz des genetischen Erbes einer seltenen Mittelgebirgspflanze im Vordergrund. Durch die Ansiedlung in Deinem Garten unterstützt Du aktiv den Fortbestand einer Pflanze, die in der freien Natur oft nur noch in speziellen Nischen vorkommt.
Bitte beachte, dass das Sudeten-Labkraut laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft wird. Auch wenn keine akuten Vergiftungsfälle bekannt sind, solltest Du darauf achten, dass Kleinkinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen. Für einen sicheren Familiengarten empfiehlt es sich, das Labkraut eher in den hinteren Bereich eines Beetes oder in den Steingarten zu pflanzen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Jun – Jul
Bioregion
Continental
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 7), damit das Labkraut kompakt wächst.
Boden: Der Untergrund sollte mager, also nährstoffarm sein (Nährstoffzahl 3). Mische bei Bedarf Sand oder feinen Kies unter.
Feuchtigkeit: Halte den Boden mäßig feucht (frisch), vermeide aber Staunässe durch eine gute Drainage.
Bodenreaktion: Ein neutraler bis schwach saurer Boden (Reaktionszahl 4) ohne Kalkzugaben ist ideal.
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen am besten im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) ein.
Pflege: Die Pflanze ist sehr genügsam; ein Rückschnitt ist nach der Blüte möglich, aber für den Winterschutz nicht zwingend.
Vermehrung: Die Art verbreitet sich an zusagenden Stellen dezent über kurze Ausläufer.
Gute Partnerin: Die Heide-Nelke (Dianthus deltoides) – sie hat die gleichen Ansprüche an Boden und Licht und ergänzt die weißen Blüten mit ihren Farbtupfern.
Das Sudeten-Labkraut gehört zur Familie der Rötegewächse (Rubiaceae) und ist primär in den Mittelgebirgsregionen von Deutschland und Österreich verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum umfasst meist sonnige, offene Standorte auf neutralen bis schwach sauren Böden. Morphologisch zeichnet es sich durch einen feinen, oft polsterartigen Wuchs aus, der typisch für viele Galium-Arten ist. Eine Besonderheit ist die Symbiose mit AM-Pilzen (Arbuskuläre Mykorrhizapilze) im Wurzelbereich, die der Pflanze hilft, auch auf kargen Böden ausreichend Nährstoffe zu erschließen.
3 Videos zu Sudeten-Labkraut
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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