Bild folgtKI-generierte IllustrationGalium uliginosum
Auch bekannt als: Gaillet Aquatique
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Unverwechselbar ist das Moor-Labkraut an seinen zierlichen weißen Blütenwolken und den schmalen Blättern, die in Quirlen (kranzartig um den Stängel angeordnet) stehen. In deinem Garten ist diese heimische Art ein wichtiger Baustein für feuchte, magere Standorte, an denen viele Prachtstauden aufgeben. Besonders der Mittlere Weinschwärmer (Deilephila elpenor) profitiert von diesem zarten Kraut als Futterpflanze. Es schließt Lücken in Bodennähe und sorgt für ein natürliches Gleichgewicht an Teichrändern oder in Sumpfbeeten. Wenn du eine feuchte Gartenecke ökologisch aufwerten möchtest, liegst du mit dieser Wahl genau richtig.
Zierlicher Feuchtwiesen-Held: Die wichtige Futterpflanze für den Weinschwärmer.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Moor-Labkraut eine wichtige Ressource für spezialisierte Insekten in Feuchtgebieten. Besonders der Mittlere Weinschwärmer (Deilephila elpenor) nutzt die Pflanze als Lebensgrundlage. Die winzigen weißen Blüten bieten von Juni bis September Nektar für kleine Fluginsekten und Schwebfliegen. Durch das extrem geringe Samengewicht von nur 0,0932 mg nutzt die Pflanze den Wind zur Fernausbreitung, was zur Vernetzung kleiner Biotope beiträgt. Auch wenn die Blattfläche mit 47,83 mm² gering erscheint, bietet der dichte Wuchs wertvollen Lebensraum in Bodennähe.
In der Gartenplanung ist zu beachten, dass das Moor-Labkraut laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft wird. Auch wenn keine akuten Vergiftungsfälle im Vordergrund stehen, sollten Kleinkinder beim Kontakt im Garten beaufsichtigt werden. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs kontaktiere bitte zur Sicherheit den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.27 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Lichtbedarf: Wähle einen Platz im Halbschatten (Ellenberg Lichtwert 6), wo die Pflanze vor austrocknender Mittagssonne geschützt ist.
Bodenfeuchte: Der Boden sollte dauerhaft feucht bis nass sein (Feuchtewert 8), ideal ist ein Platz in der Sumpfzone deines Gartenteichs.
Nährstoffe: Als Schwachzehrer (Pflanze, die wenig Nährstoffe benötigt) braucht sie keinen Dünger; ein zu nährstoffreicher Boden fördert nur konkurrenzstarke Gräser.
Bodenreaktion: Ein neutraler bis schwach saurer Untergrund entspricht den natürlichen Bedürfnissen.
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in den Boden.
Wuchs: Mit einer Höhe von genau 0,27 m bleibt die Pflanze niedrig und bildet zarte, grüne Teppiche.
Pflege: Lass die verblühten Stängel über den Winter stehen, damit sich die sehr leichten Samen durch den Wind ausbreiten können.
Pflanzpartner: Eine gute Partnerin ist die Kuckuckslichtnelke (Lychnis flos-cuculi) – beide teilen die Vorliebe für feuchte, magere Standorte.
Das Moor-Labkraut (Galium uliginosum) gehört zur Familie der Rötegewächse (Rubiaceae) und zur Ordnung der Enzianartigen. Es ist eine indigene (einheimische) Pflanze, die natürlicherweise in Flachmooren und auf Feuchtwiesen in Deutschland, Österreich und der Schweiz vorkommt. Als krautige Pflanze verholzt sie nicht und erreicht eine charakteristische Wuchshöhe von 0,27 m. Die Art ist perfekt an nasse, aber nährstoffarme Bedingungen angepasst und gilt nach der Roten Liste als derzeit nicht gefährdet.
3 Videos zu Moor-Labkraut



4 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →