Bild folgtKI-generierte IllustrationViola calaminaria
Auch bekannt als: Gelbes Galmei-Veilchen
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Arten
interagieren
7
Interaktionen
dokumentiert
Wer das Gelbe Galmei-Stiefmütterchen (Viola calaminaria) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Seine strahlend gelben Blüten leuchten auf mageren Böden fast wie kleine Sonnen. Als hochgradig spezialisierte Art ist dieses Veilchen ein Juwel für jeden Naturgarten, der den Artenschutz ernst nimmt. Es bietet spezialisierten Schmetterlingen wie dem Braunfleckigen Perlmuttfalter (Boloria selene) eine lebenswichtige Nahrungsgrundlage. Wenn du dieses seltene Gewächs bei dir ansiedelst, leistest du einen echten Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt. Mit der richtigen Standortwahl auf nährstoffarmen Flächen machst du hier alles richtig.
Stark gefährdete Kostbarkeit: Die gelbe Lebensversicherung für Perlmuttfalter.
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Dieses Veilchen ist eine wertvolle Nektarquelle und Raupenfutterpflanze für bedrohte Schmetterlinge. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren Arten wie der Braunfleckige Perlmuttfalter (Boloria selene) und der Silberfleck-Perlmuttfalter (Boloria euphrosyne) direkt von seinem Vorkommen. Auch der Magerrasen-Perlmuttfalter (Boloria dia) sowie der Hochalpen-Perlmuttfalter (Boloria pales) nutzen die Blüten aktiv. Für die Raupen dieser Faltergruppen sind Veilchen die entscheidende Überlebensgrundlage. Da die Art als Schwachzehrer (Magerkeitszeiger) gilt, fördert sie die spezialisierte Insektenvielfalt auf kargen Standorten, die in unserer Landschaft immer seltener werden.
Das Gelbe Galmei-Stiefmütterchen wird als nicht kindersicher eingestuft. Da die Pflanze Inhaltsstoffe enthalten kann, die bei Verzehr zu Unverträglichkeiten führen, sollten Kinder und Haustiere nicht davon essen. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 8: Wähle einen vollsonnigen Platz, der mindestens sechs bis acht Stunden direktes Sonnenlicht erhält.
Ellenberg Naehrstoffe 2: Setze die Pflanze in mageres Substrat (nährstoffarmer Boden) und verzichte unbedingt auf Dünger.
Ellenberg Feuchte 4: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, darf aber keinesfalls zu Staunässe neigen.
Ellenberg Reaktion 6: Ein neutraler bis schwach saurer Boden ist für das Gedeihen ideal.
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen vorzugsweise im Frühling von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Bodenvorbereitung: Bei zu nährstoffreichem Gartenboden solltest du Sand oder feinen Kies einarbeiten, um den Boden abzumagern.
Pflege: Lass die Pflanze nach der Blüte ungestört, damit sie sich durch Selbstaussaat an zusagenden Stellen vermehren kann.
Gute Partnerin: Die Grasnelke (Armeria maritima) – sie teilt die Vorliebe für sonnige, nährstoffarme Standorte und blüht zeitgleich.
Das Gelbe Galmei-Stiefmütterchen (Viola calaminaria) gehört zur Familie der Veilchengewächse (Violaceae) und ist eine indigen (einheimisch) vorkommende, krautige Pflanze. In der Natur findet man sie fast ausschließlich auf Galmeifluren (schwermetallhaltige Böden), was sie zu einer botanischen Besonderheit macht. Morphologisch zeichnet sie sich durch den typischen Aufbau der Veilchenblüte aus, wobei die gelben Kronblätter oft feine dunkle Adern zeigen. Da sie auf der Roten Liste in Kategorie 2 (stark gefährdet) geführt wird, gehört sie zu den seltensten Pflanzen unserer Region.
3 Videos zu Gelbes Galmei-Stiefmütterchen



7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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