Bild folgtKI-generierte IllustrationGenetta genetta
Auch bekannt als: Gemeinegenette, Ginsterkatze, Kleinflecken-Ginsterkatze, Kleinfleckgenette
Die Kleinfleck-Ginsterkatze (Genetta genetta) ist ein graziler Vertreter der Schleichkatzen (Viverridae), die durch ihren sehr schlanken Körper und den markanten, langgestreckten Schwanz auffällt. In deinem Garten ist dieser dämmerungsaktive (während der Abenddämmerung tätige) Jäger ein heimlicher Gast, der die Dunkelheit für seine Streifzüge nutzt. Als hervorragender Kletterer bewegt sich das Tier sicher im Geäst, wobei der Schwanz als Balancierorgan dient. Die Ernährung dieser Tiergruppe besteht vorwiegend aus fleischlicher Kost wie kleinen Säugetieren oder Insekten, wird aber durch wirbellose Tiere ergänzt. Im ökologischen Gefüge deines Gartens wirkt sie regulierend auf Bestände von Kleinsäugern ein. Da die Tiere sehr scheu reagieren, wirst du sie nur mit viel Glück bei Nacht beobachten können. Du kannst den Lebensraum fördern, indem du dichte Hecken und Reisighaufen als natürliche Rückzugsorte belässt. Auf künstliche Beleuchtung im Garten solltest du verzichten, um die natürlichen Verhaltensweisen nicht zu unterbinden. Eine Zufütterung ist nicht ratsam, da die Ginsterkatze als Wildtier ihre Unabhängigkeit bewahren muss. Ihr Vorkommen in der Nachbarschaft ist ein Kompliment für die Naturnähe deines Grundstücks. Solche Beobachtungen zeigen, dass dein Garten ein wertvoller Teil des Biotopverbunds ist.
Die Ginsterkatze ist für den Menschen vollkommen harmlos und flüchtet bei Begegnungen sofort. Sie ist nach geltendem Recht geschützt und darf in ihrer Lebensweise nicht beeinträchtigt werden. Haustiere sind in der Regel nicht gefährdet, da das scheue Wildtier jede direkte Konfrontation meidet.
Die Kleinfleck-Ginsterkatze (Genetta genetta) gehört zur Ordnung der Raubtiere und ist der einzige Vertreter der Schleichkatzen (Viverridae) in Europa. Ursprünglich in Afrika beheimatet, besiedelt sie heute weite Teile Südeuropas und breitet sich vereinzelt in gemäßigte Zonen aus. Sie bevorzugt strukturreiche Landschaften, die genügend Versteckmöglichkeiten und ein ausreichendes Nahrungsangebot bieten. Die Tiere leben überwiegend solitär (einzelgängerisch) und markieren ihre Reviere sorgfältig.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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