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Gentiana ciliata
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Auch bekannt als: Gentiana ciliata
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
An den intensiv blauen Blütenblättern, deren Ränder wie feine Wimpern gefranst sind, lässt sich der Fransen-Enzian (Gentiana ciliata) sofort erkennen. Er ist ein wertvoller Spätblüher, der Farbe in den herbstlichen Garten bringt, wenn viele andere Arten bereits verblüht sind. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren seltene Schmetterlinge wie der Goldene Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) und der Walliser Scheckenfalter (Melitaea varia) von seinem Nektarangebot. Mit dieser Art förderst du spezialisierte Insekten, die auf kalkreiche Lebensräume angewiesen sind. Wenn du einen sonnigen Stein- oder Magerrasen hast, ist dieser Enzian die ideale Wahl für dich.
Spätblühendes Juwel: Ein blaues Wunder für seltene Scheckenfalter.
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Der Fransen-Enzian ist eine ökologische Schlüsselart für spezialisierte Insekten in der späten Saison. Nach aktuellen Bestäubungsdaten dient er als wichtige Nektarquelle für Schmetterlinge wie den Goldenen Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) und den Walliser Scheckenfalter (Melitaea varia). Diese Arten sind in der modernen Kulturlandschaft stark bedroht und finden im Garten eine sichere Zuflucht. Durch die Ausbildung der AM-Mykorrhiza (Symbiose mit Bodenpilzen) trägt die Pflanze zudem zur Stabilität des Boden-Mikrobioms bei. Da er erst spät im Jahr blüht, schließt er eine kritische Lücke im Nahrungsangebot der heimischen Fauna.
Der Fransen-Enzian ist als nicht kindersicher eingestuft. Er ist zwar nicht so hochgiftig wie der Gelbe Enzian (Gentiana lutea), sollte aber keinesfalls verzehrt werden und ist für Haushalte mit kleinen Kindern nur bedingt zu empfehlen. Eine Verwechslung mit essbaren Pflanzen ist aufgrund der charakteristischen gefransten Blüten unwahrscheinlich.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Bioregion
Continental
Der Fransen-Enzian gehört zur Familie der Enziangewächse (Gentianaceae) und ist in Deutschland sowie der Schweiz heimisch. Er besiedelt bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und kalkhaltige Halbtrockenrasen vom Flachland bis in die Alpen. Botanisch zeichnet er sich durch seine vierzähligen, aufrechten Blüten aus, die im Gegensatz zu vielen anderen Enzian-Arten erst spät im Jahr erscheinen. Eine Besonderheit ist seine Bindung an AM-Mykorrhiza (arbuskuläre Mykorrhizapilze), eine Symbiose im Boden, die der Pflanze hilft, in nährstoffarmen Böden zu überleben.
•TraitCH — CC BY 4.0TraitCH 2.0 contributors; imported as source-preserving NaturKompass taxon evidence.
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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Stand: 18.12.2025. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.