Bild folgtKI-generierte IllustrationGentiana pumila
Auch bekannt als: Gentiana pumila
1
Arten
interagieren
1
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt der Niedrige Enzian (Gentiana pumila) durch seine leuchtend tiefblauen, trichterförmigen Blüten auf, die fast direkt über dem Boden zu schweben scheinen. Er wächst polsterartig und bleibt mit wenigen Zentimetern sehr klein, was ihn zu einem Juwel für Steingärten macht. Für die Artenvielfalt ist er besonders wertvoll, da er als wichtige Futterpflanze für die Raupen des Satyr-Blütenspanners (Eupithecia satyrata) dient. Wenn du karge Standorte beleben und gleichzeitig seltene Falter unterstützen willst, ist dieser Enzian die richtige Wahl für dich.
Alpine Leuchtkraft für den Steingarten und Heimat für den Satyr-Blütenspanner.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
In deinem Garten fungiert der Niedrige Enzian als spezialisierte Kinderstube für bedrohte Insekten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist er eine unverzichtbare Raupenfutterpflanze für den Satyr-Blütenspanner (Eupithecia satyrata), dessen Larven gezielt an diesen Pflanzen fressen. Während der Blütezeit lockt die intensive Farbe Hummeln und spezialisierte Falter an, die den tiefen Blütenkelch erreichen können. Im Winter bieten die verbliebenen Kapseln winzige Samen, die von bodennah suchenden Vögeln als Nahrung genutzt werden können. Durch die Anpflanzung leistest du einen Beitrag zum Erhalt einer Art, die in ihren natürlichen Bergregionen unter besonderem Schutz steht.
Der Niedrige Enzian wird als nicht kindersicher eingestuft. Er enthält, wie fast alle Enziangewächse, starke Bitterstoffe, die bei Verzehr zu Übelkeit oder Magenbeschwerden führen können. Achte daher darauf, dass Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile verzehren. Eine Verwechslung mit stark giftigen Arten ist aufgrund der markanten blauen Blütenform und des niedrigen Wuchses unwahrscheinlich.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Pflanzenhöhe
0.04 m
Standort : Wähle einen vollsonnigen Platz, der die Lichtverhältnisse alpiner Höhenlagen imitiert.
Boden : Die Erde muss sehr durchlässig und kalkhaltig sein; Staunässe führt unweigerlich zum Faulen der Wurzeln. Ideal ist eine Mischung aus Abmagerungskompost und feinem Splitt.
Pflanzzeit : Setze die Jungpflanzen am besten von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden offen ist.
Pflege : Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, da die Pflanze von Natur aus sehr kompakt und polsterförmig wächst.
Vermehrung : Im Garten gelingt die Vermehrung am ehesten durch vorsichtige Teilung der Polster nach der Blütezeit.
Kombinationsempfehlung : Eine hervorragende Partnerin ist die Silberwurz (Dryas octopetala). Beide teilen die Vorliebe für kalkreiches Substrat und bilden zusammen eine naturnahe Pflanzengemeinschaft, wie man sie in den Alpen findet, was die ökologische Stabilität im Beet erhöht.
Der Niedrige Enzian (Gentiana pumila) gehört zur Familie der Enziangewächse (Gentianaceae). Er ist in der Region primär in Österreich verbreitet und besiedelt dort natürliche Kalkmagerrasen (nährstoffarme Wiesen auf Kalkgestein) sowie alpine Felsfluren. Botanisch zeichnet er sich durch seine gegenständigen (sich am Stängel gegenüberliegenden), schmalen Blätter und die fünfzähligen Blüten aus. Er ist ein spezialisierter Vertreter der alpinen Flora, der perfekt an karge, kalkreiche Böden und intensive Sonneneinstrahlung angepasst ist.
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →