Bild folgtKI-generierte IllustrationGentiana punctata
Auch bekannt als: Punktierter Enzian
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt der Tüpfel-Enzian (Gentiana punctata) durch seine hellgelben Glockenblüten auf, die charakteristisch braun gesprenkelt sind und in den oberen Blattachseln sitzen. Als seltener Gebirgsbewohner bringt er alpine Ursprünglichkeit in Deinen Garten und dient spezialisierten Schmetterlingen wie dem Skabiosen-Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) oder dem Variablen Scheckenfalter (Melitaea varia) als wichtige Nahrungsquelle. Da er auf der Roten Liste steht, leistest Du mit seiner Ansiedlung einen echten Beitrag zum Schutz unserer heimischen Flora. Wenn Du einen kühlen, eher sauren Platz im Garten hast, wird er Dich mit seiner Robustheit begeistern.
Alpines Juwel mit 0,35 m Höhe: Rettungsinsel für seltene Scheckenfalter.
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Dieser Enzian ist ökologisch hochgradig spezialisiert und bietet besonders seltenen Hochgebirgs-Schmetterlingen wertvollen Nektar. Zu seinen wichtigsten Besuchern zählen der Skabiosen-Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) und der Variable Scheckenfalter (Melitaea varia). Da die Pflanze eine arbuskuläre Mykorrhiza (eine Symbiose zwischen Pilz und Wurzel zur verbesserten Nährstoffaufnahme) eingeht, fördert sie ein gesundes Bodenleben. Seine sehr leichten Samen (0,6475 mg) werden durch den Wind verbreitet, was eine natürliche Ausbreitung im Garten ermöglicht. Im Winter dienen die vertrockneten Stängel oft als Rückzugsort für kleine Nützlinge.
Der Tüpfel-Enzian ist nicht kindersicher. Die Pflanze enthält starke Bitterstoffe, die bei Verzehr zu Unwohlsein und Magen-Darm-Beschwerden führen können. In Gärten mit kleinen Kindern oder Haustieren solltest Du daher auf einen geschützten Standort achten. Eine Verwechslung mit dem ebenfalls ungiftigen, aber bitteren Gelben Enzian ist möglich.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.354 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 8), idealerweise in einer kühleren Gartenpartie.
Boden: Die Erde muss sauer sein (Reaktionszahl 2). Bei kalkhaltigem Gartenboden solltest Du mit kalkfreiem Substrat nachbessern.
Nährstoffe: Als Schwachzehrer (Nährstoffwert 2) benötigt er absolut keinen Dünger; magerer Boden fördert die natürliche Standfestigkeit.
Feuchtigkeit: Halte den Boden gleichmäßig frisch (Feuchtezahl 5), wobei Staunässe durch eine gute Drainage unbedingt vermieden werden muss.
Wuchshöhe: Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von genau 0,35 m.
Pflanzzeit: Setze junge Exemplare am besten im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden offen ist.
Pflege: Lass die Samenstände im Herbst stehen, da die feinen Samen vom Wind verbreitet werden.
Gute Partnerin: Die Arnika (Arnica montana) – sie teilt die Vorliebe für saure, magere Böden und ergänzt den Enzian farblich hervorragend.
Der Tüpfel-Enzian (Gentiana punctata) gehört zur Familie der Enziangewächse (Gentianaceae) und ist in den Hochgebirgen von Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind bodensaure Weiden und steinige Hänge, oft in Gesellschaft von Borstgrasrasen (saure, nährstoffarme Grasflächen). Die Pflanze wächst ausdauernd und krautig, wobei die kreuzgegenständigen, breit-lanzettlichen Blätter eine markante Nervatur aufweisen. Mit einer Wuchshöhe von 0,35 m bleibt er kompakt und ist perfekt an kühles, alpines Klima angepasst.
2 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →