Bild folgtKI-generierte IllustrationGeranium pusillum
Auch bekannt als: Kleiner Storchschnabel
10
Arten
interagieren
15
Interaktionen
dokumentiert
An ihren winzigen, blassvioletten Blüten mit den tief herzförmig eingeschnittenen Kronblättern lässt sich der Zwerg-Storchschnabel (Geranium pusillum) sofort erkennen. Er ist ein unauffälliger, aber wertvoller Archäophyt (eine vor 1492 eingewanderte Pflanzenart), der sich in nährstoffreichen Gartenecken besonders wohlfühlt. Mit seiner extrem langen Blütezeit bietet er über Monate Nahrung für spezialisierte Besucher wie den Gelbgrünen Schenkelkäfer oder den Rotbeinigen Feldlaufkäfer. Wenn du eine pflegeleichte Pflanze suchst, die Lücken im Beet schließt und gleichzeitig die heimische Käferwelt unterstützt, liegst du mit dieser Art genau richtig.
Bescheidener Dauerblüher: Von Mai bis Oktober ein sicheres Buffet für Käfer.
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Trotz seiner geringen Größe ist der Zwerg-Storchschnabel eine wichtige Futterquelle, da er unermüdlich von Mai bis Oktober blüht. Nach aktuellen Beobachtungsdaten wird er besonders gerne vom Gelbgrünen Schenkelkäfer und dem Rotbeinigen Feldlaufkäfer besucht. Auch der Laufkäfer Harpalus affinis (Schrank, 1781) findet hier eine Lebensgrundlage. Da die Pflanze bis in den Spätherbst hinein aktiv ist, schließt sie wichtige Nahrungslücken, wenn viele andere Arten bereits verblüht sind. Die Samen dienen zudem am Boden lebenden Tieren als Energiequelle für die kalte Jahreszeit.
Der Zwerg-Storchschnabel wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine schweren Vergiftungen bekannt sind, solltest du in Gärten mit kleinen Kindern achtsam sein. Es besteht jedoch keine Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen heimischen Pflanzenarten.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Mai – Okt
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.18 m
Wähle einen Platz in der vollen Sonne, damit die Pflanze ihre volle Blütenpracht entfaltet.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) und vor allem nährstoffreich sein, da die Art als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) gilt.
Ideale Pflanzzeiten sind von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden frostfrei ist.
Integriere am besten reichlich Kompost bei der Pflanzung, um den Hunger der Pflanze zu stillen.
Da sie oft nur ein- bis zweijährig wächst, solltest du Verblühtes stehen lassen, damit sie sich selbst aussäen kann.
Das Gießen ist nur bei längerer Trockenheit nötig, da sie normale Gartenfeuchte bevorzugt.
Gute Partnerin: Die Rote Lichtnelke (Silene dioica) – beide teilen die Vorliebe für nährstoffreiche Böden und ergänzen sich optisch hervorragend.
Der Zwerg-Storchschnabel gehört zur Familie der Storchschnabelgewächse (Geraniaceae). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt bevorzugt Ruderalstellen (vom Menschen geprägte Standorte wie Wegränder oder Schuttplätze). Typisch für diese Art sind die fein behaarten Stängel und die tief gelappten Blätter. Eine Besonderheit ist seine AM-Mykorrhiza (eine Form der vorteilhaften Lebensgemeinschaft zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln), die ihm bei der Nährstoffaufnahme hilft.
1 Video zu Zwerg-Storchschnabel

7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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