Bild folgtKI-generierte IllustrationGeum reptans
Auch bekannt als: Gletscher-Petersbart, Kriech-Nelkenwurz
Kaum zu übersehen: Die Kriechende Nelkenwurz (Geum reptans) besticht durch ihre leuchtend gelben Schalenblüten und die namensgebenden, oberirdischen Ausläufer. Als echter Alpin-Spezialist ist sie in der Natur extrem selten geworden und wird auf der Roten Liste als extrem selten (R) geführt. In deinem Garten übernimmt sie eine wichtige Rolle als Bodendecker, der karge, saure Stellen besiedelt. Da sie an kalte Klimate angepasst ist (Temperaturzeigerwert 1), bringt sie authentisches Hochgebirgsflair direkt zu dir. Wer diese seltene Art kultiviert, trägt aktiv zum Erhalt einer gefährdeten heimischen Pflanze bei. Mit ihrem kriechenden Wuchs schützt sie zudem offene Bodenstellen vor Austrocknung.
Alpine Kostbarkeit: Die 7-cm-Spezialistin für karge, sonnige Gartenplätze.
In der freien Natur ist die Kriechende Nelkenwurz eine Pionierpflanze extremer Lagen und gilt nach aktuellen Bestandsdaten als extrem selten (Rote Liste R). Ihre ökologische Bedeutung liegt vor allem in der Besiedlung karger Standorte, wo sie mit ihren Ausläufern den Boden festigt. Die Samen sind mit 0,84 mg sehr leicht, was eine Fernausbreitung durch den Wind (Anemochorie) ermöglicht. Obwohl für diese Art keine spezifischen Bestäuberbeziehungen in der Datenbank gelistet sind, stellen ihre gelben Blüten im Juli eine wichtige Ressource in nahrungsarmen Gebirgsregionen dar. Als indigene Art ist sie perfekt in das heimische Ökosystem integriert. Im Garten fördert sie als Rarität gezielt die genetische Diversität der Region.
Die Kriechende Nelkenwurz wird in der Datenbank als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine spezifischen Giftstoffe aufgeführt sind, solltest du bei kleinen Kindern oder Haustieren im Garten Vorsicht walten lassen. Am besten pflanzt du sie an Stellen, die für Kleinkinder schwer erreichbar sind, wie etwa in erhöhte Steingarten-Terrassen oder Felsspalten.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Jul
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.068 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Licht 8: mindestens sechs Stunden direkte Sonne pro Tag).
Der Boden muss mager sein (Schwachzehrer: kommt mit sehr wenig Nährstoffen aus), da sie sonst von Gräsern verdrängt wird.
Halte das Substrat frisch (Feuchte 5: mäßig feucht), vermeide aber unbedingt stehendes Wasser.
Achte auf ein saures Bodenmilieu (Reaktion 2); kalkhaltige Erde sollte bei Bedarf mit kalkfreiem Sand oder Urgesteinsmehl angepasst werden.
Pflanze die Nelkenwurz im Frühjahr (März bis Mai) oder Herbst (September bis November) in den offenen Boden.
Setze die Pflanze mit ihrer geringen Wuchshöhe von 0,07 m als flachen Bodendecker in Steingärten oder Alpinarien ein.
Eine Vermehrung erfolgt unkompliziert über die langen Ausläufer, die selbstständig anwurzeln.
Gute Partnerin: Die Silberwurz (Dryas octopetala) – sie teilt die Vorliebe für alpine Standorte und bildet zusammen mit der Nelkenwurz ein stabiles Pflanzpolster.
Die Kriechende Nelkenwurz (Geum reptans) ist ein Mitglied der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und stammt aus den alpinen Hochlagen Mitteleuropas. Sie wächst bevorzugt in Schutthalden oder Felsspalten auf sauren Untergründen (Reaktion 2: Sauer) und gilt als indigen (bei uns einheimisch). Typisch ist ihre krautige Wuchsform mit einer Höhe von genau 0,07 m und breitblättrigen, tief eingeschnittenen Blättern. Mit einer Blattfläche von etwa 535 mm² und ihren sehr leichten Samen (0,84 mg) ist sie perfekt an die rauen Bedingungen und die Fernausbreitung durch den Wind im Hochgebirge angepasst.
1 Video zu Kriechende Nelkenwurz
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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