Bild folgtKI-generierte IllustrationGilia tricolor
Auch bekannt als: Gilia tricolor
Gebietsfremde Art (Neophyt)
Diese Pflanze ist in Mitteleuropa nicht heimisch. Sie wurde nach 1492 eingeführt und hat sich in der freien Landschaft etabliert. Dokumentierte Interaktionen mit heimischer Fauna sind unten aufgeführt — sie ersetzen jedoch nicht den ökologischen Wert heimischer Pflanzen.
An ihren glockenförmigen, dreifarbigen Blüten mit gelbem Schlund, dunklem Ring und violettem Saum lässt sich die Dreifarbige Gilie (Gilia tricolor) sofort erkennen. Diese filigrane, krautige Pflanze bereichert Deinen Garten vor allem durch ihre lange Blütezeit von Juni bis tief in den Oktober. Da ihre Samen mit 0,4674 mg extrem leicht sind, nutzt sie den Wind zur Ausbreitung und findet so ganz von selbst ihren Platz in Deinen Beeten. Auch wenn keine spezifischen Bestäubaten vorliegen, ist sie als Spätblüherin eine wichtige Komponente für ein kontinuierliches Blütenangebot. Du kannst sie wunderbar nutzen, um Dynamik in Deine Gartenkultur zu bringen, ohne viel Aufwand betreiben zu müssen.
Filigrane Dauerblüherin: Drei Farben und fünf Monate Blütenpracht ab Juni.
Die Dreifarbige Gilie zeichnet sich ökologisch vor allem durch ihre ausdauernde Blütephase von Juni bis Oktober aus. In einer Zeit, in der viele Frühjahrsblüher bereits vergangen sind, stellt sie ein konstantes Element in der Gartenbiologie dar. Durch ihr geringes Diasporengewicht von nur 0,4674 mg pro Same fördert sie die natürliche Dynamik im Garten, da sie sich durch Wind- oder Fernausbreitung neue Nischen sucht. Sie trägt dazu bei, dass keine Blüh-Lücken im Hoch- und Spätsommer entstehen. Da sie nicht verholzt, hinterlässt sie nach der Saison feines organisches Material, das den Boden schont. Als breitblättriges Kraut bietet sie zudem Struktur in sonnigen Magerbeeten.
Bitte beachte, dass die Dreifarbige Gilie als nicht kindersicher eingestuft ist. Im Garten sollte daher darauf geachtet werden, dass insbesondere Kleinkinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen. Sollte es dennoch zu einer versehentlichen Aufnahme kommen, wende Dich bitte umgehend an den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Okt
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle für die Dreifarbige Gilie einen vollsonnigen Platz mit mindestens sechs Stunden direktem Sonnenlicht.
Der Boden sollte durchlässig und eher mager (nährstoffarm) sein, um Staunässe zu vermeiden.
Säe die Samen im Frühling zwischen März und Mai direkt an Ort und Stelle aus.
Da die Samen sehr leicht sind, solltest Du sie nur leicht andrücken und kaum mit Erde bedecken (Lichtkeimer).
Halte einen Pflanzabstand von etwa 15 bis 20 Zentimetern ein, damit die krautige Struktur stabil bleibt.
Gießen ist nur bei extremer Trockenheit notwendig, da die Pflanze gut mit Wärme zurechtkommt.
Verzichte auf Düngung, da zu viele Nährstoffe den kompakten Wuchs und die Blühfreudigkeit mindern können.
Lasse die Pflanzen nach der Blüte stehen, damit die Samen für das nächste Jahr ausreifen können.
Gute Partnerin: Die Färberkamille (Anthemis tinctoria) — sie ist heimisch, teilt die Vorliebe für magere Standorte und ergänzt die Gilie farblich perfekt.
Die Dreifarbige Gilie gehört zur Familie der Sperrkrautgewächse (Polemoniaceae) und zur Gattung Gilia. In unseren Gärten wird sie als einjährige, krautige Pflanze kultiviert, die nicht verholzt und durch ihren breitblättrigen, fein gefiederten Wuchs auffällt. Ihr natürliches Vorkommen liegt in offenen, sonnigen Habitaten, was sie besonders tolerant gegenüber sommerlicher Hitze macht. Die Morphologie der Blüte mit ihrem markanten dreifarbigen Muster dient als visuelles Signal für Bestäuber, während das geringe Diasporengewicht (Samengewicht) eine effektive Fernausbreitung ermöglicht.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →