Bild folgtKI-generierte IllustrationGlaucium corniculatum
Auch bekannt als: Glaucium corniculatum
An seinen ziegelroten Blüten mit dem markanten dunklen Basalfleck am Grund der Blütenblätter lässt sich der Rote Hornmohn sofort erkennen. Er ist eine wertvolle Bereicherung für deinen Garten, da er auf der Roten Liste mit der Stufe 2 als stark gefährdet geführt wird. Als Archäophyt (eine Pflanzenart, die bereits vor langer Zeit bei uns eingeführt wurde) ist er ein wichtiger Zeuge unserer Kulturlandschaft. Da er von Juni bis August blüht, schließt er eine wichtige Lücke im sommerlichen Blütenangebot. Du holst dir mit ihm eine echte Seltenheit nach Hause, die besonders auf sonnigen, kalkhaltigen Plätzen ihre ganze Pracht entfaltet.
Rote-Liste-Schatz für Sonnenanbeter: Hol dir den seltenen Hornmohn in den Garten.
Da für diese Art keine spezifischen Beziehungsdaten zu Insekten vorliegen, steht ihr Wert vor allem im Erhalt der Biodiversität: Sie ist auf der Roten Liste als Stufe 2 (stark gefährdet) verzeichnet. Mit ihrer Blütezeit von Juni bis August stellt sie ein verlässliches Pollenangebot im Hochsommer bereit. Die Ausbreitung erfolgt über sehr leichte Diasporen (Ausbreitungseinheiten) mit einem Gewicht von 0.9487 mg, was eine Wind- oder Fernausbreitung ermöglicht. Indem du den Roten Hornmohn in deinem Garten kultivierst, schaffst du ein wichtiges Refugium für eine Pflanze, die in der freien Natur fast verschwunden ist. Er trägt damit entscheidend zur genetischen Vielfalt deiner Region bei.
Der Rote Hornmohn ist laut Datenbank nicht kindersicher. Wie bei vielen Mohngewächsen ist aufgrund der enthaltenen Inhaltsstoffe Vorsicht geboten, weshalb er nicht in Gärten mit unbeaufsichtigten Kleinkindern gepflanzt werden sollte. Bei Verzehr oder Hautkontakt solltest du im Zweifelsfall fachmännischen Rat einholen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.302 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 8: Wähle einen vollsonnigen Standort mit mindestens sechs Stunden direkter Sonne pro Tag.
Boden: Der Untergrund sollte kalkhaltig / basisch (alkalischer pH-Wert) und gut durchlässig sein.
Feuchtigkeit: Ein trockener bis frischer (mäßig feuchter) Platz ist ideal; vermeide unbedingt Staunässe.
Nährstoffe: Normaler Gartenboden ohne zusätzliche Düngung reicht aus, da die Pflanze ein Mittelzehrer ist.
Pflanzzeit: Setze ihn im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst in die Erde.
Wuchshöhe: Plane den Platz so ein, dass die Pflanze ihre Höhe von 0.3 m entfalten kann.
Pflege: Lass die markanten Fruchtstände ausreifen, damit sich die leichten Samen (0.9487 mg) selbst aussäen können.
Pflanzpartner: Die Gelbe Resede (Reseda lutea) ist eine ideale Partnerin, da sie die gleichen kalkhaltigen und sonnigen Standorte bevorzugt.
Der Rote Hornmohn (Glaucium corniculatum) gehört zur Familie der Mohngewächse (Papaveraceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Er wächst bevorzugt als Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Stickstoffbedarf) an trockenen, warmen Standorten. Unverwechselbar sind seine namensgebenden, außergewöhnlich langen Fruchtkapseln, die wie Hörner aus der Pflanze ragen. Mit einer Wuchshöhe von genau 0.3 m bleibt diese nicht verholzte, krautige Pflanze eher kompakt. Seine breitblättrigen, oft bläulich-grünen Blätter bilden einen schönen Kontrast zu den leuchtenden Blüten.
3 Videos zu Roter Hornmohn
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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