Bild folgtKI-generierte IllustrationGlyceria maxima
Auch bekannt als: Molinia maxima
6
Arten
interagieren
7
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtsbeziehungen
Arten
Wer den Wasser-Schwaden (Glyceria maxima) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Mit seinen stattlichen, bis zu zwei Meter hohen Halmen und den breiten, sattgrünen Blättern ist er eine der imposantesten Erscheinungen am Teichrand. Dieses heimische Süßgras ist ein unverzichtbarer Baustein für ökologische Uferzonen, da es massives Dickicht bildet. Davon profitieren spezialisierte Insekten wie die Gemüseeule (Lacanobia oleracea), deren Raupen hier Nahrung finden. Auch für Wasservögel bietet das Gras sowohl Versteckmöglichkeiten als auch Futter. Wenn du eine ausreichend große Wasserfläche hast, holst du dir mit ihm echte Wildnis in den Garten.
Mächtiges Ufergras und wichtiger Rückzugsort für den Trinker-Falter.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Beobachtungen ist dieses Gras eine wichtige Futterquelle für spezialisierte Falter. So dient es der Gemüseeule (Lacanobia oleracea) und dem Trinker (Euthrix potatoria) – einer markanten Nachtfalterart – als Raupenfutterpflanze. Auch in der Vogelwelt spielt der Wasser-Schwaden eine Rolle: Der Höckerschwan (Cygnus olor) und der Zwergschwan (Cygnus columbianus) nutzen die Pflanzenteile als Nahrung. Sogar Säugetiere wie die Nutria suchen die Bestände gerne auf. Die dichten Bestände fungieren zudem als wertvolle Deckung für Amphibien und Wasservögel am Teichrand.
Der Wasser-Schwaden wird in der Datenbank als nicht kindersicher eingestuft. Das liegt vor allem an den teils scharfkantigen Blättern, an denen man sich schneiden kann. Achte darauf, wenn Kinder im Garten spielen. Es besteht keine direkte Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Arten, dennoch ist die Pflanze kein Spielzeug und nicht zum Verzehr geeignet.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.39 m
Damit der Wasser-Schwaden bei dir gut gedeiht, braucht er einen vollsonnigen Standort. Er ist ein Starkzehrer (eine Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) und benötigt daher einen fetten, schlammigen Boden.
Standort: Ideal ist die Flachwasserzone bis ca. 30 cm Wassertiefe oder ein dauerfeuchter Teichrand.
Pflanzzeit: Setze das Gras von März bis Mai oder im Herbst von September bis November ein.
Pflege: Da er sich über Ausläufer stark ausbreiten kann, solltest du ihn in kleineren Gärten in einen Pflanzkorb setzen.
Rückschnitt: Schneide die abgestorbenen Halme erst im späten Frühjahr zurück, damit Tiere darin überwintern können.
Vermehrung: Der Wurzelstock lässt sich im Frühjahr leicht teilen.
Als ideale Partnerin eignet sich die heimische Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus). Beide teilen die Vorliebe für nährstoffreiches Flachwasser und bilden eine optisch wie ökologisch wertvolle Einheit, die das Ufer befestigt.
Der Wasser-Schwaden (Glyceria maxima) gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und zur Ordnung der Süßgrasartigen (Poales). Er ist in ganz Mitteleuropa verbreitet und besiedelt bevorzugt nährstoffreiche Ufer von stehenden oder langsam fließenden Gewässern. Charakteristisch sind die kräftigen, kriechenden Ausläufer und die großen, lockeren Blütenrispen. Eine Besonderheit ist seine Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen, die man arbuskuläre Mykorrhiza (AM) nennt – eine Symbiose, die der Pflanze hilft, Nährstoffe effizienter aus dem Schlamm aufzunehmen.
3 Videos zu Wasser-Schwaden



4 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →