Bild folgtKI-generierte IllustrationGnaphalium supinum
An ihrem extrem niedrigen, fast polsterartigen Wuchs lässt sich das Zwerg-Ruhrkraut (Omalotheca supina) sofort erkennen. Die Pflanze erreicht gerade einmal 0,04 m Höhe und trägt kleine, silbrig-grau behaarte Blätter, die sie vor Kälte schützen. Als Bewohnerin kühler Lagen ist sie perfekt an feuchte Standorte angepasst und besetzt ökologische Nischen, die für viele andere Arten zu unwirtlich sind. Ihre federleichten Samen werden durch den Wind verbreitet, was ihr hilft, neue Lebensräume in Gebirgsregionen zu erschließen. Wenn du einen eher kühlen, kalkfreien Platz in deinem Garten hast, kannst du mit ihr einen echten Spezialisten der Alpenflora ansiedeln.
Alpiner Überlebenskünstler: Nur 0,04 m klein und ein Profi für saure, feuchte Böden.
Das Zwerg-Ruhrkraut spielt eine wichtige Rolle als Pionierpflanze in alpinen Ökosystemen. Durch sein extrem leichtes Diasporengewicht (Samengewicht) von nur 0,0794 mg nutzt es den Wind zur Fernausbreitung über weite Strecken. Da es an extreme Kälte angepasst ist, festigt es den Boden in Lagen, die für die meisten anderen Pflanzenarten unbewohnbar sind. Es ist ein wertvoller Bestandteil der biologischen Vielfalt in kühleren Regionen Deutschlands und der Schweiz. Auch wenn keine spezifischen Bestäubungsdaten vorliegen, bereichert die Art das ökologische Gefüge durch ihre Spezialisierung auf saure, feuchte Nischen.
Das Zwerg-Ruhrkraut wird offiziell als nicht kindersicher eingestuft. Da keine detaillierten Angaben zur Giftigkeit vorliegen, solltest du vorsorglich darauf achten, dass Kinder oder Haustiere keine Teile der Pflanze verzehren. Im Garten ist ein achtsamer Umgang mit dieser botanischen Besonderheit ratsam.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
—
Blütezeit
Jun – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.045 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 8: Wähle einen vollsonnigen Platz mit mindestens 6 Stunden direktem Sonnenlicht.
Feuchte 7: Halte den Boden gleichmäßig feucht, vermeide aber stehendes Wasser.
Reaktion 3: Die Erde muss unbedingt sauer (kalkfrei) sein, ideal ist eine Mischung mit Urgesteinsmehl.
Nährstoffe 4: Ein mäßiges Nährstoffangebot ist ideal; verzichte auf herkömmlichen Blumendünger.
Wuchshöhe: Achte darauf, dass die nur 0,04 m kleine Pflanze nicht von Nachbarn bedrängt wird.
Pflanzzeit: Setze sie im Frühling von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Bodenvorbereitung: Bei schweren Böden mit Sand oder feinem Kies abmagern (den Nährstoffgehalt senken).
Gute Partnerin: Die Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa) – sie teilt die Vorliebe für saure, feuchte Standorte und bildet einen harmonischen, natürlichen Rahmen.
Das Zwerg-Ruhrkraut gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in den Bergregionen Deutschlands und der Schweiz heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind Schneetälchen (Senken im Hochgebirge, in denen der Schnee lange liegen bleibt) und alpine Rasen auf sauren Böden. Morphologisch zeichnet es sich durch eine dichte, filzige Behaarung aus, die als Verdunstungsschutz dient. Die Pflanze ist ein Indigen (eine bei uns ursprünglich einheimische Art), die streng an kühles, nordisches oder alpines Klima angepasst ist.
1 Video zu Zwerg-Ruhrkraut
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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