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Gunnera manicata
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Auch bekannt als: Mammutblatt
Schon von weitem fällt das Mammutblatt (Gunnera manicata) durch seine gewaltigen, schirmartigen Blätter auf, die einen Durchmesser von bis zu zwei Metern erreichen können. Da keine spezifischen Daten zu Insektenbesuchen vorliegen, schätzen wir Biologen sie vor allem für das kühle Mikroklima (kleinräumiges Klima), das sie unter ihrem dichten Laubdach schafft. Dieser schattige Rückzugsort ist ein wertvoller Lebensraum für Amphibien wie die Erdkröte (Bufo bufo), die hier Schutz vor Sommerhitze findet. Wenn du einen ausreichend großen Teichrand hast, ist diese Staude ein faszinierendes Element für die Biodiversität im Feuchtbereich. Achte darauf, dass sie genügend Platz bekommt, um ihre volle Wirkung zu entfalten.
Urzeitlicher Gigant am Teichrand: Ein schattiger Rückzugsort für Amphibien.
Obwohl für diese Art keine spezifischen Bestäubungsdaten zu Wildbienen oder Schmetterlingen vorliegen, ist ihr ökologischer Wert im Garten nicht zu unterschätzen. Die enormen Blattflächen fungieren als natürliche Regenspeicher und Bodenbeschatter, was die Verdunstung am Teichrand reduziert. Unter den Blättern entsteht ein feuchtes Refugium für den Grasfrosch (Rana temporaria) und verschiedene Laufkäfer (Carabidae), die im Naturgarten als wichtige Schädlingsregulierer fungieren. Da die Pflanze im Juni blüht, bietet sie in dieser Zeit Struktur für das Garten-Ökosystem. Durch die Förderung eines stabilen Feuchtbiotops unterstützt das Mammutblatt indirekt die Artenvielfalt rund um das Wasser.
Das Mammutblatt wird als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt vor allem an den harten, stacheligen Borsten an den Stielen und Blattunterseiten, die bei Hautkontakt schmerzhafte Kratzer verursachen können. Zudem können Pflanzenteile bei Verzehr zu Unwohlsein führen. Bei versehentlichem Kontakt oder Verzehr ist der Giftnotruf unter 0228 19 240 erreichbar.
Licht
—
Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
Jun – Jun
Das Mammutblatt gehört zur Familie der Mammutblattgewächse (Gunneraceae) und stammt ursprünglich aus den feuchten Gebirgsregionen Brasiliens. In unserer Region wächst es als ausladende Staude an Standorten, die den natürlichen Nebelwald-Bedingungen nahekommen. Eine morphologische (gestaltliche) Besonderheit sind die kräftigen, mit rötlichen Stacheln besetzten Blattstiele und die kolbenartigen Blütenstände. Interessanterweise lebt die Pflanze in Symbiose (Lebensgemeinschaft zum gegenseitigen Vorteil) mit Cyanobakterien (Blaualgen), die Stickstoff aus der Luft binden und so die Nährstoffversorgung der Pflanze unterstützen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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Stand: 05.02.2026. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.