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Gymnadenia nigra
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Auch bekannt als: Gymnadenia nigra
Wer das Schwarzviolette Waldhyazinthen (Gymnadenia nigra) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Die tiefdunklen, fast schwarzen Blütenköpfe auf den nur 0,1 m hohen Stielen sind im Pflanzenreich eine absolute Rarität. Diese Orchidee ist ein hochspezialisierter Bewohner unserer Bergwelt und bringt eine ganz besondere Ästhetik in den naturnahen Garten. Da sie als Schwachzehrer (Mager) gilt, zeigt sie uns an, wie wertvoll ungedüngte und naturbelassene Böden für die Biodiversität sind. Mit dieser Pflanze setzt du ein Zeichen für den Erhalt seltener Standorte. Du wirst staunen, welche Ausdruckskraft dieses kleine Juwel in deinem Alpinum entfaltet.
Alpine Rarität auf 10 Zentimetern: Ein schwarzviolettes Juwel für Kalk-Magerböden.
Die ökologische Bedeutung dieser Orchidee liegt in ihrer Funktion als Spezialistin für nährstoffarme Lebensräume. Da sie als Schwachzehrer auf magere Verhältnisse angewiesen ist, stützt sie die Lebensgemeinschaft der Kalkmagerrasen. In ihrem natürlichen Umfeld dient sie als wichtige Nahrungsquelle für spezialisierte Insekten der Hochlagen, die an kühle (alpine) Klimate angepasst sind. Die feinen Flugsamen reifen im Spätsommer und sorgen für die natürliche Ausbreitung am Standort, sofern der Boden ungestört bleibt. Durch ihre Bindung an basische Böden fördert sie eine spezialisierte Flora, die auf herkömmlichen Gartenböden kaum Überlebenschancen hätte. Ein Verzicht auf künstliche Düngung ist die Grundvoraussetzung für ihren ökologischen Wert.
Bitte beachte, dass das Schwarzviolette Waldhyazinthen (Gymnadenia nigra) als nicht kindersicher eingestuft wird. Wie viele Orchideengewächse sollte sie nicht verzehrt werden und dient im Garten ausschließlich der fachkundigen Beobachtung. Achte darauf, dass Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile in den Mund nehmen. Die Pflanze ist aufgrund ihrer Seltenheit ein reiner Zierwert für Naturliebhaber.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Jun – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0,104 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Die Art gehört zur Familie der Orchideen (Orchidaceae) und ist in den Hochgebirgen von Deutschland und Österreich heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum sind Kalkmagerrasen (nährstoffarme Wiesen auf kalkhaltigem Untergrund), wobei sie Standorte bevorzugt, die als kalt (alpin/nördlich) eingestuft werden. Botanisch zeichnet sie sich als krautige, nicht verholzte Pflanze mit breitblättrigem Laub aus. Eine Besonderheit ist ihre geringe Wuchshöhe von exakt 0,1 m, womit sie zu den kleinsten heimischen Orchideenvertretern zählt. Sie ist streng an basische, kalkreiche Böden gebunden.
•TraitCH — CC BY 4.0TraitCH 2.0 contributors; imported as source-preserving NaturKompass taxon evidence.
•TRY v6.0 / BiolFlor flowering phenology (Request 47350) — CC BY 4.0TRY request 47350 (Public, Data Released, TRY v6.0; 2026-02-15). Cite TRY: Kattge et al. (2020), doi:10.1111/gcb.14904; original source: Trefflich, A., Klotz, S. & Kühn, I. (2002). Blühphänologie. BIOLFLOR, Schriftenreihe für Vegetationskunde 38:127–131.
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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Stand: 24.12.2025. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.