
Gypsophila fastigiata
Auch bekannt als: Büscheliges Gipskraut, Büschel-Gipskraut
Typisch fuer das Ebensträußige Gipskraut sind seine dichten, doldenartigen Blütenstände aus zierlichen, weiß-rosa Blüten, die flache Polster bilden. Mit einer Wuchshöhe von genau 0,24 m ist es ein Charaktervogel trockener Sandgebiete und in der Natur bereits gefährdet, was die Einstufung in der Roten Liste 3 verdeutlicht. In deinem Garten schaffst du mit dieser indigenen (einheimischen) Art einen wertvollen Trittstein für die Artenvielfalt auf kargen Böden. Da es von Juni bis September blüht, stellt es in der trockenen Hochsommerzeit eine wichtige Nahrungsquelle dar. Wenn du einen sonnigen Standort mit nährstoffarmem Boden hast, ist diese Pflanze die perfekte Wahl für dich.
Filigrane Kostbarkeit: Vier Monate Blütezeit für trockene Kalk- und Sandgärten.
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Ebensträußige Gipskraut aufgrund seiner langen Blütezeit von Juni bis September ein beständiger Nahrungslieferant im Hochsommer. Da spezifische Beziehungsdaten zu Insekten in der vorliegenden Basis fehlen, liegt der ökologische Fokus auf der Erhaltung einer Rote-Liste-Art (Stufe 3). Die Pflanze ist ein Spezialist für extreme Magerstandorte, wo sie kaum Konkurrenz hat. Mit einem Diasporengewicht (Samengewicht) von nur 0,43 mg nutzt die Art den Wind zur Fernausbreitung, was die Vernetzung isolierter Trockenlebensräume fördert. Als heimischer Archäophyt (alteingebürgerte Art) ist sie ein fester Bestandteil der regionalen Flora in Deutschland und Österreich.
Bitte beachte, dass das Ebensträußige Gipskraut als nicht kindersicher eingestuft wird. Es sollte daher nicht in Bereichen gepflanzt werden, in denen kleine Kinder unbeaufsichtigt spielen. Da keine spezifischen Giftnotrufdaten vorliegen, wird allgemein zur Vorsicht bei Hautkontakt oder versehentlichem Verzehr geraten, wie es bei vielen Nelkengewächsen aufgrund enthaltener Saponine üblich ist.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.239 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 8: Wähle einen vollsonnigen Platz, der mindestens sechs bis acht Stunden direkte Sonne erhält.
Feuchte 3: Der Boden muss trocken sein; Staunässe verträgt die Pflanze keinesfalls.
Nährstoffe 1: Setze sie in mageren Boden (Sand oder Kies); sie ist ein Schwachzehrer und benötigt keinen Dünger.
Reaktion 7: Ein kalkhaltiger oder basischer Untergrund ist für ein gesundes Wachstum zwingend erforderlich.
Pflanzzeit: Idealerweise im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), sofern der Boden frostfrei ist.
Pflege: Lasse die verblühten Stängel über den Winter stehen, damit die Samen ausreifen können.
Vermehrung: Die Pflanze verbreitet ihre 0,43 mg leichten Samen selbstständig über den Wind.
Gute Partnerin: Die Kartäusernelke (Dianthus carthusianorum) – sie teilt die Vorliebe für kalkreiche Trockenstandorte und ergänzt das Gipskraut ökologisch wie optisch perfekt.
Das Ebensträußige Gipskraut (Gypsophila fastigiata) gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae). Es ist in Deutschland und Österreich heimisch und besiedelt bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie lichte Kiefernwälder auf kalkhaltigen Sandböden. Botanisch zeichnet es sich als ausdauernde, krautige Pflanze aus, die nicht verholzt und eine kompakte Höhe von 0,24 m erreicht. Auffällig sind die gegenständigen, schmalen Blätter mit einer Blattfläche von etwa 36 mm², was die Verdunstung minimiert. Die Vermehrung erfolgt über sehr leichte Samen, die für die Windausbreitung optimiert sind.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_366010934
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