Bild folgtKI-generierte IllustrationFestuca trichophylla
Auch bekannt als: Haarblättriger Rot-Schwingel
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst den Haarblättrigen Schwingel an seinen extrem feinen, fast haarartigen Blättern, die dichte, zierliche Horste (büschelige Wuchsform) bilden. Dieses zarte Gras ist im Garten ein echter Geheimtipp für Kenner, da es nach aktuellen Bestäubungsdaten eine wichtige Rolle für seltene Falter wie den Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) spielt. Dass es als Rote-Liste-Art (seltene, gefährdete Art) gilt, macht es zu einem wertvollen Beitrag für deine persönliche Naturschutzinsel. Mit einer Höhe von genau 0,34 m passt es perfekt in Steingärten oder magere Beete. Wenn du dieses Gras bei dir ansiedelst, tust du aktiv etwas für die Artenvielfalt in deiner Nachbarschaft.
Zarter Überlebenskünstler: Ein seltener Rote-Liste-Schatz für Dickkopffalter.
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Dieses Gras ist eine unverzichtbare Futterquelle für eine Reihe spezialisierter Schmetterlinge. Nach aktuellen Daten profitieren Arten wie der Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus), der Gelbwürfelige Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon) und der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) von diesem Schwingel. Auch seltener vorkommende Falter wie Pelopidas thrax nutzen die Pflanze. Da die Samen (Diasporen) mit nur etwa 1,27 mg sehr leicht sind, werden sie durch den Wind auch über größere Distanzen verbreitet, was die Vernetzung von Lebensräumen fördert. Für die Raupen der genannten Dickkopffalter bietet das Gras eine lebensnotwendige Nahrungsgrundlage.
Der Haarblättrige Schwingel wird als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt bei Gräsern oft an den feinen, festen Blattstrukturen, die für empfindliche Kinderhände unangenehm sein können, oder an der Trittempfindlichkeit der seltenen Pflanze. Er ist kein Rasenersatz zum Spielen, sondern sollte als wertvolle ökologische Nische im Beet betrachtet werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Jul
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.337 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz mit mindestens 6 Stunden direkter Sonne (Ellenberg Licht 8).
Der Boden sollte mager sein, also nährstoffarm (Ellenberg Nährstoffe 2) – verzichte unbedingt auf Dünger.
Achte auf eine neutrale bis schwach saure Bodenreaktion (Ellenberg Reaktion 6).
Pflanze im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Halte bei der Beetplanung die exakte Wuchshöhe von 0,34 m ein, damit die Pflanze nicht von größeren Nachbarn bedrängt wird.
Da das Gras eine AM-Mykorrhiza (eine spezielle Form der Wurzel-Pilz-Gemeinschaft) eingeht, ist ein natürliches Bodenleben ohne Chemie wichtig.
Lasse die Halme über den Winter stehen, damit die leichten Samen (Diasporen) sich natürlich verbreiten können.
Gute Partnerin: Die Karthäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) – sie hat ähnliche Ansprüche an Licht und Magerkeit und bietet einen schönen farblichen Kontrast zum feinen Gras.
Der Haarblättrige Schwingel (Festuca trichophylla) gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und zur Gattung Schwingel. Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und wird als Indigen (ursprünglich einheimisch) oder Archäophyt (alteingebürgerte Pflanze) eingestuft. Sein natürlicher Lebensraum sind Magerstandorte mit neutralen bis schwach sauren Bodenverhältnissen. Botanisch zeichnet er sich durch eine spezialisierte Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilzen und Wurzeln) aus, die ihm hilft, auf nährstoffarmen Böden zu gedeihen. Aufgrund seiner Seltenheit wird er in der Roten Liste unter der Kategorie R geführt.
39 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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