Bild folgtKI-generierte IllustrationHackelia deflexa
Auch bekannt als: Herabgebogener Igelsame, Lappula deflexa
An seinen kleinen, himmelblauen Blüten und den charakteristisch nach unten gebogenen Fruchtstielen lässt sich der Knick-Borretsch sofort erkennen. Als heimische Wildpflanze ist er ein wichtiger Bestandteil nährstoffreicher Saumgesellschaften – das sind die Übergangsbereiche zwischen Waldrand und Gartenfläche. Durch seine Vorliebe für stickstoffreiche Böden zeigt er Dir genau an, wo die Erde in Deinem Garten besonders gehaltvoll ist. Die schweren Samen verbreiten sich bevorzugt über das Fell vorbeistreifender Tiere, was eine natürliche Dynamik in Deinen Garten bringt. Wenn Du einen Platz für eine eher unbekannte, aber ökologisch wertvolle Wildpflanze suchst, ist er eine bereichernde Wahl.
Heimischer Spezialist für fette Böden mit markantem Fruchtschmuck.
Von Juni bis September stellt der Knick-Borretsch ein kontinuierliches Angebot in seinem Lebensraum dar. Seine Funktion im Ökosystem liegt vor allem in der Besiedlung nährstoffreicher Standorte auf basenreichen Böden. Da die Samen mit etwa 16,7 Milligramm vergleichsweise schwer sind, ist die Pflanze auf Kurzdistanz-Ausbreitung oder die Verschleppung durch Tierfell angewiesen. Als heimischer Vertreter der Raublattgewächse bereichert er die strukturelle Vielfalt an Waldrändern und Gehölzsäumen. Auch ohne spezifische Bestäubungsdaten ist seine Rolle als bodenfestigender Starkzehrer in natürlichen Pflanzengesellschaften ökologisch bedeutsam.
In den Garteneigenschaften wird der Knick-Borretsch als nicht kindersicher aufgeführt. Dies ist auf die für viele Raublattgewächse typischen rauen Haare zurückzuführen, die bei Kontakt mit empfindlicher Haut leichte Reizungen verursachen können. Ein vorsichtiger Umgang oder das Tragen von Gartenhandschuhen bei Pflegearbeiten ist daher ratsam.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.4 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen sonnigen Standort (Ellenberg Licht 7), damit die Pflanze ihre volle Vitalität entfaltet.
Boden: Der Boden sollte starkzehrend, also sehr nährstoffreich und fett sein (Ellenberg Nährstoffe 8).
Feuchtigkeit: Achte auf einen frischen, also mäßig feuchten Boden (Ellenberg Feuchte 4), der nicht völlig austrocknet.
pH-Wert: Die Pflanze bevorzugt kalkhaltige oder basische Bodenverhältnisse (Ellenberg Reaktion 7).
Pflanzzeit: Setze den Knick-Borretsch idealerweise im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) bei frostfreiem Boden.
Pflege: Da er krautig wächst und im Winter oberirdisch abstirbt, kannst Du die Reste im Spätwinter bodennah einkürzen.
Vermehrung: Die schweren Samen (ca. 16,8 mg) fallen oft direkt ab oder werden durch Tiere über kurze Distanzen verbreitet.
Gute Partnerin: Die Rote Lichtnelke (Silene dioica) ist eine ideale Nachbarin, da sie die gleichen Ansprüche an frische, nährstoffreiche Böden stellt.
Der Knick-Borretsch gehört zur Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae) und ist in Deutschland sowie Österreich heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind frische, stickstoffreiche Säume und Schuttfluren in mäßig warmen Lagen. Botanisch zeichnet sich die krautige, nicht verholzende Pflanze durch ihre behaarten, breitblättrigen Blätter aus. Eine Besonderheit ist die namensgebende Krümmung der Fruchtstiele (deflexa), die sich nach der Blütezeit deutlich nach unten neigen. Er bevorzugt kalkhaltige oder basische Untergründe und wächst streng auf nährstoffreichen Standorten.
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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