Bild folgtKI-generierte IllustrationTragopogon porrifolius
Auch bekannt als: Habermark, Weißwurzel, Haferwurz, Weisswurzel
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Arten
interagieren
9
Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt die Haferwurzel durch ihre purpurvioletten Blütenkörbe auf, die wie kleine Kunstwerke über dem grasartigen Laub thronen. Du erkennst sie zudem an den markant verdickten Stängeln direkt unterhalb der Blüte und den langen Hüllblättern, die das Körbchen wie Sonnenstrahlen umgeben. Im Naturgarten ist sie wertvoll, da sie spezialisierte Insekten wie die Gelbbindige Furchenbiene (Halictus scabiosae) anzieht. Auch seltene Schmetterlinge wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) nutzen sie als wichtige Nektarquelle. Wenn du diese alte Nutzpflanze bei dir ansiedelst, tust du sowohl der Artenvielfalt als auch deinem Auge einen Gefallen.
Purpurne Pracht und Schmetterlingsmagnet: Die Haferwurzel für Kenner.
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Die Haferwurzel ist ein wertvoller Baustein für das ökologische Gleichgewicht im Garten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten fliegen zahlreiche Schmetterlinge die Blüten an, darunter der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) und Melitaea varia. Auch spezialisierte Wildbienen wie die Gewöhnliche Dörnchensandbiene (Andrena flavipes) und die Gelbbindige Furchenbiene (Halictus scabiosae) finden hier reichlich Nahrung. Der Rotbeinige Zipfelkäfer (Dasytes plumbeus) nutzt die Blüte ebenfalls als Lebensraum. Im Winter bieten die verblühten Stände zwar weniger Nahrung für Vögel als andere Arten, dienen aber als wichtige Struktur für die Bodenökologie durch die Mykorrhiza-Verbindung.
Die Haferwurzel wird in der Datenbank als nicht kindersicher eingestuft. Da sie wie viele Korbblütler einen Milchsaft enthält, können bei empfindlichen Personen nach Berührung Hautreizungen auftreten. Eine Verwechslung mit giftigen heimischen Arten ist aufgrund der markanten purpurfarbenen Blüten bei der Haferwurzel fast ausgeschlossen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Jul
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Die Haferwurzel benötigt einen vollsonnigen Platz, damit sich ihre Blüten, die sich meist nur am Vormittag öffnen, voll entfalten können. Der Boden sollte tiefgründig und eher nährstoffreich sein, um der kräftigen Wurzel genügend Raum zu bieten.
Pflanzzeit: März bis Mai oder September bis Ende November, solange der Boden offen ist.
Aussaat: Am besten direkt an Ort und Stelle, da die Pfahlwurzel empfindlich auf Umpflanzen reagiert.
Pflege: Der Boden sollte gleichmäßig feucht gehalten werden, wobei Staunässe unbedingt zu vermeiden ist.
Standort: Sie kommt gut mit typischen Gartenböden zurecht, solange diese nicht zu stark verdichtet sind.
Vermehrung: Die Pflanze versamt sich oft selbstständig über ihre flugfähigen Schirmchenflieger.
Gute Partnerin: Der Wiesen-Bocksbart (Tragopogon pratensis) ist eine ideale Ergänzung, da beide ähnliche Ansprüche teilen und gemeinsam ein langes Blütenzeitfenster für Bestäuber bieten.
Die Haferwurzel (Tragopogon porrifolius) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) innerhalb der Ordnung der Asterales. In Deutschland, Österreich und der Schweiz gilt sie als unbeständig (nicht fest etabliert), da sie oft aus Gärten verwildert. Morphologisch auffällig sind die schmalen, rinnigen Blätter und die Pfahlwurzel, die ihr das Überleben an trockenen Standorten ermöglicht. Die Pflanze geht eine AM-Mykorrhiza (eine Symbiose mit Bodenpilzen) ein, was ihre Nährstoffaufnahme im Boden verbessert.
8 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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