Bild folgtKI-generierte IllustrationPhyteuma ovatum
Auch bekannt als: Haller-Teufelskralle, Eikopf-Teufelskralle, Eirunde Teufelskralle
Unverwechselbar ist Hallers Teufelskralle (Phyteuma ovatum) an ihren walzenförmigen, tief violetten bis fast schwarzen Blütenständen, die im Hochsommer aus dem Grün ragen. Als seltene Gebirgspflanze bringt sie eine besondere Ästhetik in deinen Garten und trägt aktiv zum Erhalt einer Art bei, die auf der Roten Liste als extrem selten geführt wird. Da sie kalkhaltige und frische Böden liebt, zeigt sie dir direkt an, ob die Standortbedingungen in deinem Beet stimmen. Du leistest mit ihrer Ansiedlung einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Schau im Juli einmal ganz genau hin, wenn sie ihre bizarren Einzelblüten öffnet.
Dunkelviolette Rarität: Hol dir die extrem seltene Berg-Schönheit in den Garten.
Hallers Teufelskralle (Phyteuma ovatum) spielt als seltene, einheimische Art eine wichtige Rolle für die Vielfalt in deinem Garten. Da sie auf der Roten Liste als extrem selten eingestuft ist, dient dein Garten hier als wertvoller Rückzugsort. Die Pflanze lebt in Symbiose mit AM-Pilzen (Arbuskuläre Mykorrhizapilze), die ihr bei der Nährstoffaufnahme helfen. Ihre winzigen Samen wiegen nur 0.1039 mg und sind für die Windausbreitung optimiert, wodurch sie neue Lebensräume über weite Strecken besiedeln kann. Mit ihrer späten Blütezeit im Juli und August bietet sie in einer Phase Nahrung, in der viele andere Wiesenblumen bereits verblüht sind.
Hallers Teufelskralle (Phyteuma ovatum) wird als nicht kindersicher eingestuft. Daher solltest du bei der Standortwahl im Garten darauf achten, dass sie nicht direkt in Spielbereichen von kleinen Kindern steht. Da sie als extrem seltene Art unter besonderem Schutz steht, empfiehlt sich ohnehin ein rücksichtsvoller Umgang ohne Pflanzenteile zu verzehren.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Jul – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.403 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht 7: Wähle einen vollsonnigen Platz, damit die Pflanze ihre kräftige Blütenfarbe voll entwickeln kann.
Feuchte 6: Achte auf einen frischen, also mäßig feuchten Boden; die Erde sollte nie ganz austrocknen.
Naehrstoffe 6: Ein normaler Gartenboden mit mittlerem Nährstoffgehalt (Mittelzehrer) ist ideal.
Reaktion 7: Die Pflanze benötigt unbedingt einen kalkhaltigen oder basischen Boden (pH-Wert über 7).
Wuchshöhe: Plane genau 0.4 m Platz in der Höhe ein, ideal für den mittleren Bereich deines Beetes.
Pflanzzeit: Setze sie am besten im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) ein.
Pflege: Die verblühten Stände solltest du über den Winter stehen lassen, da sich die Samen so natürlich verteilen können.
Partnerin: Die Berg-Flockenblume (Centaurea montana) ist eine ideale Nachbarin, da sie die gleichen Ansprüche an Kalk und Bodenfeuchte stellt.
Hallers Teufelskralle (Phyteuma ovatum) gehört zur Familie der Glockenblumengewächse (Campanulaceae) und ist in den Bergregionen Mitteleuropas heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum sind frische, kalkhaltige Bergwiesen und lichte Wälder in kühleren, oft alpinen Lagen. Sie wächst als ausdauernde, krautige Pflanze, die nicht verholzt, und erreicht eine Wuchshöhe von genau 0.4 m. Besonders markant sind die breitblättrigen, oft herzförmigen Grundblätter. Da sie als Indigen (einheimisch) gilt, aber auf der Roten Liste mit dem Status R (extrem selten) geführt wird, ist sie botanisch hochgradig wertvoll.
1 Video zu Hallers Teufelskralle
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →