Bild folgtKI-generierte IllustrationHammarbya paludosa
Auch bekannt als: Sumpfweichblatt, Sumpf-Weichorchis
Wer die Sumpf-Weichwurz (Hammarbya paludosa) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren winzigen, gelbgrünen Blüten und dem zierlichen Wuchs ist sie eine der kleinsten heimischen Orchideen. In deinem Garten übernimmt sie eine wichtige Rolle als Zeigerpflanze für extrem nährstoffarme Moore. Durch ihren Schutzstatus (Rote Liste 2) leistest du mit ihrer Ansiedlung einen wertvollen Beitrag zum Erhalt dieser hochspezialisierten Art. Da sie extrem feuchte und saure Bedingungen benötigt, ist sie die ideale Krönung für ein gut gepflegtes Moorbeet. Wenn du ein Herz für seltene Spezialisten hast, ist diese Pflanze ein faszinierendes Projekt für dich.
9 Zentimeter pure Seltenheit: Hol dir das gefährdete Moor-Juwel in deinen Garten.
Da die Sumpf-Weichwurz als stark gefährdet (Rote Liste 2) eingestuft ist, dient ihre Pflege im Garten direkt dem Erhalt der regionalen Biodiversität. Spezifische Daten zu Bestäubern oder Raupen liegen für diese seltene Art aktuell nicht vor, doch ihre Anwesenheit stützt das komplexe Gefüge hochspezialisierter Moorgemeinschaften. Sie besetzt eine ökologische Nische, die nur von wenigen Arten bewohnt werden kann. Wer ihr einen Lebensraum bietet, fördert ein Ökosystem, das für den Schutz seltener Feuchtgebietsbewohner essenziell ist. Ihre winzigen Samen verbreiten sich über den Wind in geeignete benachbarte Moosflächen.
Die Sumpf-Weichwurz wird als nicht kindersicher eingestuft. Aufgrund ihrer Seltenheit und des strengen Schutzes sollte sie ohnehin nur betrachtet und nicht berührt werden, um die empfindliche Pflanze nicht zu schädigen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.089 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Lichtwert 8: Wähle einen vollsonnigen Standort, da die Pflanze viel Licht für ihre Entwicklung benötigt.
Feuchtewert 9: Der Boden muss dauerhaft nass sein; ein Moorbeet oder ein spezialisierter Sumpfbereich ist zwingend erforderlich.
Nährstoffwert 2: Setze sie in absolut mageren (nährstoffarmen) Boden; Dünger würde die empfindliche Orchidee sofort zerstören.
Bodenreaktion 2: Die Pflanze benötigt ein saures Milieu, wie es natürlicherweise in Hochmooren vorkommt.
Wuchshöhe: Mit genau 0,09 m ist sie winzig, achte darauf, dass sie nicht von größeren Nachbarn beschattet wird.
Pflanzzeit: Idealerweise im Frühjahr (April bis Mai) vorsichtig in lebende Moospolster einsetzen.
Pflege: Nur mit kalkfreiem Regenwasser gießen, da sie sehr empfindlich auf Kalk reagiert.
Gute Partnerin: Die Gewöhnliche Moosbeere (Vaccinium oxycoccos) – sie teilt die Ansprüche an Nässe und Säure und bildet einen schützenden Teppich.
Die Sumpf-Weichwurz gehört zur Familie der Orchideen (Orchidaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum sind Zwischenmoore und Schwingrasen (auf dem Wasser treibende Pflanzendecken), die durch extreme Stickstoffarmut und saure Bedingungen geprägt sind. Eine botanische Besonderheit ist ihr Wuchs oft inmitten von Moospolstern, wobei sie nährstoffarme, nasse Standorte bevorzugt. Mit einer Blattfläche von nur 32,0 mm² und einer Wuchshöhe von lediglich 0,09 m ist sie perfekt an ihren kargen Lebensraum angepasst.
3 Videos zu Sumpf-Weichwurz
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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