Bild folgtKI-generierte IllustrationHaplodrassus kulczynskii Lohmander, 1942
Der Steppennachtjäger ist eine unauffällig gefärbte, mittelgroße Spinne, die kein Fangnetz baut, sondern ihre Beute nachts aktiv am Boden erjagt. Als typischer Vertreter der Plattbauchspinnen (Gnaphosidae) erkennst du ihn an seinem eher flach gebauten Körper und den charakteristischen, röhrenförmigen Spinnwarzen am Hinterleibsende. In deinem Garten hält er sich bevorzugt in der bodennahen Krautschicht, unter Steinen oder in trockenem Falllaub auf. Während des Tages ruht das Tier in einem fest gesponnenen Wohngespinst (einem seidigen Rückzugsort), um in der Dunkelheit Jagd auf verschiedene bodenbewohnende Insekten zu machen. Diese Spinne übernimmt eine wichtige Rolle als natürlicher Regulator, da sie die Bestände von kleinen Kerbtieren (Insekten und deren Larven) im Gleichgewicht hält. Du profitierst von ihrer Anwesenheit, da sie zur biologischen Schädlingskontrolle beiträgt, ohne dass du aktiv eingreifen musst. Um diesen nützlichen Jäger zu unterstützen, solltest du in deinem Garten strukturreiche Ecken mit liegengebliebenem Laub oder Totholz erhalten. Solche ungestörten Bereiche dienen dem Tier als sicheres Versteck und Überwinterungsquartier. Da er keine störenden Netze in Kopfhöhe webt, wirst du ihn vermutlich nur bei Gartenarbeiten am Boden entdecken. Ein naturnaher Umgang mit Bodenflächen fördert seine Population nachhaltig.
Diese Spinne ist für den Menschen vollkommen harmlos und verhält sich nicht aggressiv. Da ihre Kieferklauen (Chelizeren) in der Regel zu klein sind, um die menschliche Haut zu durchdringen, besteht für dich im Garten keinerlei Gefahr.
Der Steppennachtjäger (Haplodrassus kulczynskii) gehört zur Ordnung der Webspinnen (Araneae) und wird innerhalb der Familie der Plattbauchspinnen (Gnaphosidae) geführt. Sein natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Deutschland, Österreich, die Schweiz und Belgien. Diese Art lebt vorwiegend räuberisch und zeichnet sich durch eine nächtliche Lebensweise aus, bei der sie am Boden jagt. Mit einer Körperlänge von meist unter einem Zentimeter gehört er zu den eher unauffälligen Bodenbewohnern unserer Breiten.
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•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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