Bild folgtKI-generierte IllustrationHaplodrassus signifer (C.L.Koch, 1839)
Auch bekannt als: Rötliche Mausspinne
Der Heidenachtjäger (Haplodrassus signifer) ist eine Spinne, die keine Fangnetze baut, sondern ihre Beute als aktiver Jäger am Boden oder in der Krautschicht (der Zone der niedrigen Pflanzen) überwältigt. Diese Art gehört zur Familie der Plattbauchspinnen (Gnaphosidae), welche ihre Seide vorwiegend für den Bau von festen Wohngespinsten (sackartige Rückzugsorte) unter Steinen oder Totholz nutzt. In Deinem Garten hält sie sich bevorzugt an ungestörten Stellen auf, wo sie tagsüber in Falllaub (abgestorbenen Blättern) oder unter flachen Strukturen Schutz sucht. Als Jäger spielt sie eine nützliche Rolle, da sie die Bestände verschiedener kleiner Gliedertiere (wie Insekten) reguliert und so zum biologischen Gleichgewicht beiträgt. Du kannst diesen nützlichen Gartenbewohner unterstützen, indem Du Strukturen wie Steinhaufen oder Laubschichten dauerhaft erhältst. Da sie keine klebrigen Netze in Durchgängen anlegt, bleibt sie für Dich meist unsichtbar und stört nicht bei der Gartenarbeit. Das Belassen von organischem Material bietet ihr wichtige Versteckmöglichkeiten für ihre Jagdpausen. Der Verzicht auf chemische Mittel im Garten schützt ihre natürliche Lebensgrundlage effektiv. Auf diese Weise förderst Du die heimische Artenvielfalt direkt vor Deiner Haustür.
Diese Spinne ist für Menschen vollkommen harmlos und verhält sich gegenüber dem Gärtner äußerst scheu. Sie verfügt über kein für uns gefährliches Gift und ein Biss ist aufgrund ihres ausgeprägten Fluchtverhaltens nicht zu befürchten.
Der Heidenachtjäger wird taxonomisch (systematische Einordnung) in die Ordnung der Webspinnen (Araneae) und die Familie der Plattbauchspinnen (Gnaphosidae) eingeordnet. Sein Verbreitungsgebiet umfasst Deutschland, Österreich, die Schweiz und Belgien, wo die Art als heimisch gilt. Als typischer Vertreter seiner Gattung lebt er räuberisch und ist an eine bodengebundene Lebensweise ohne den Einsatz von Fangnetzen angepasst.
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•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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