Bild folgtKI-generierte IllustrationCarex ovalis
Auch bekannt als: Hasenfuß-Segge, laîche des lièvres, Hasen-Segge
8
Arten
interagieren
9
Interaktionen
dokumentiert
An den eiförmigen, bräunlichen Ähren, die wie kleine Hasenpfoten an den Halmen sitzen, lässt sich die Hasenpfoten-Segge (Carex ovalis) sofort erkennen. Für deinen Naturgarten ist sie ein echter Gewinn, da sie als wichtige Kinderstube für Falter wie den Rostfarbigen Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) dient. Auch der Schwarzkolbige Braun-Dickkopffalter (Thymelicus lineola) nutzt dieses Gras zur Eiablage. Durch ihren horstigen Wuchs bleibt sie an ihrem Platz und drängt andere Pflanzen nicht zurück. Wenn du feuchte Ecken im Garten ökologisch bereichern möchtest, ist diese Segge die perfekte Wahl für dich.
Die Hasenpfote im Garten: Ein sicherer Hafen für sieben heimische Falterarten.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
network_loading_state
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist dieses Gras eine wertvolle Futterquelle für verschiedene Schmetterlinge. Insbesondere die Raupen des Rostfarbigen Dickkopffalters (Ochlodes sylvanus) und des Schwarzkolbigen Braun-Dickkopffalters (Thymelicus lineola) sind auf solche Seggen angewiesen. Auch seltene Arten wie das Stromtal-Wiesenvögelchen (Coenonympha oedippus), das Spanische Wiesenvögelchen (Coenonympha dorus) und das Wald-Wiesenvögelchen (Coenonympha hero) nutzen die Pflanze. Ebenso profitieren der Gelbringfalter (Lopinga achine) und der Kanarische Waldportier (Pararge xiphioides) von diesem Habitat. Im Winter dienen die Samen zudem als wichtige Nahrung für heimische Vögel.
Die Hasenpfoten-Segge wird als nicht kindersicher eingestuft. Grund dafür sind die scharfkantigen Blätter des Grases, die bei unvorsichtiger Handhabung zu feinen Schnittwunden an den Händen führen können. Es empfiehlt sich daher, die Pflanze nicht unmittelbar an Spielbereichen für Kleinkinder zu platzieren oder diese auf die scharfen Kanten hinzuweisen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Pflanzzeit im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden offen ist.
Wähle einen Standort mit ausreichend Licht, idealerweise in der Sonne oder im Halbschatten.
Achte auf einen frischen bis feuchten Boden; die Pflanze kommt gut mit zeitweiser Staunässe (im Wasser stehende Wurzeln) zurecht.
Halte beim Einsetzen einen Pflanzabstand von etwa 30 Zentimetern ein.
Eine spezielle Bodenvorbereitung ist nicht nötig, da das Gras sehr anpassungsfähig ist.
Verzichte auf einen Rückschnitt im Herbst und lass die Halme über den Winter als Schutzraum für Insekten stehen.
Die Vermehrung gelingt am einfachsten durch Teilung des Wurzelstocks im zeitigen Frühjahr.
Gute Partnerin: Die Kuckucks-Lichtnelke (Silene flos-cuculi) – sie bevorzugt die gleichen Bodenverhältnisse und ergänzt das Gras optisch hervorragend.
Die Hasenpfoten-Segge (Carex ovalis) gehört zur Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae). Sie ist in der gesamten DACH-Region heimisch und besiedelt dort Feuchtwiesen (nasse Wiesenflächen) oder Waldränder. Das Gras bildet kompakte Horste (Büschel ohne Ausläufer) und geht eine Arbuskuläre Mykorrhiza (AM) ein – eine nützliche Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen zur verbesserten Nährstoffaufnahme. Die namensgebenden Blütenstände sind eiförmig gedrungen, was sie auch für Laien deutlich von anderen Seggenarten unterscheidbar macht.
1 Video zu Hasenpfoten-Segge
8 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →