Bild folgtKI-generierte IllustrationHecken-Wicke
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Typisch für die Hecken-Wicke (Vicia dumetorum) sind ihre kräftigen Kletterranken und die purpurroten Schmetterlingsblüten, die sich im Verblühen bläulich-violett verfärben. Als heimischer Hülsenfrüchtler (Pflanzenfamilie mit stickstoffbindenden Wurzelknöllchen) ist sie ein wertvoller Bodenverbesserer für deinen Garten. Besonders seltene Falter wie der Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma) finden hier eine wichtige Nektarquelle. Mit dieser Wildpflanze holst du dir eine robuste Kletterkünstlerin an den Zaun, die ökologisch weit wertvoller ist als jede exotische Zierwicke. Du machst damit alles richtig, wenn du naturnahe Übergänge schaffen willst.
Heimische Kletterkünstlerin: Die Hecken-Wicke ernährt seltene Bläulinge.
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Die Hecken-Wicke ist eine bedeutende Nahrungsquelle für spezialisierte Schmetterlinge. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren Arten wie Polyommatus fulgens und Polyommatus humedasae direkt von ihrem Nektar. Auch der Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma) nutzt sie regelmäßig als Tankstelle. Als Leguminose (Stickstoffsammler) verbessert sie zudem die Bodenfruchtbarkeit durch Symbiose mit Knöllchenbakterien. In den Wintermonaten bieten die abgestorbenen, hohlen Stängel wertvolle Rückzugsorte für kleine Insekten, während die Samen in den Hülsen eine energiereiche Nahrungsergänzung für verschiedene heimische Vogelarten darstellen.
Bitte beachte, dass die Hecken-Wicke als nicht kindersicher eingestuft wird. Wie viele Wicken-Arten enthalten ihre Samen Stoffe, die bei Verzehr gesundheitliche Probleme auslösen können. Achte besonders auf kleine Kinder im Garten. Im Falle einer Aufnahme kontaktiere bitte den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Bioregion
Continental
Wähle einen Platz im Halbschatten oder an sonnigen Gehölzrändern.
Der Boden sollte nährstoffreich und frisch, aber nicht staunass sein.
Pflanzzeit Frühling: Setze junge Wicken zwischen März und Mai in die Erde.
Pflanzzeit Herbst: Auch von September bis November kannst du pflanzen, solange der Boden frostfrei ist.
Biete ihr eine Kletterhilfe wie einen Zaun oder einen locker wachsenden Strauch an.
Achte darauf, dass sie genügend Platz zum Klettern hat, ohne andere kleine Stauden zu überwuchern.
Lasse die Triebe im Herbst stehen, damit die Samen ausreifen und sich die Pflanze versamen kann.
Ein Rückschnitt der alten Triebe erfolgt erst im zeitigen Frühjahr vor dem Neuaustrieb.
Gute Partnerin: Die Hainbuche (Carpinus betulus) — sie dient als natürliches Gerüst und teilt denselben Standortanspruch am Waldrand.
Die Hecken-Wicke (Vicia dumetorum) gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist in weiten Teilen Deutschlands sowie in Österreich und der Schweiz heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum sind Waldsäume und Gebüsche (Saumgesellschaften), was sie zur idealen Besetzung für halbschattige Gartenbereiche macht. Charakteristisch sind die paarig gefiederten Blätter, die in einer verzweigten Ranke enden. Eine Besonderheit ist die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine Pilzsymbiose im Wurzelbereich, die der Pflanze hilft, Nährstoffe auch aus festen Bodenstrukturen effizient aufzunehmen.
3 Videos zu Hecken-Wicke



3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →