Bild folgtKI-generierte IllustrationHedera colchica
Auch bekannt als: Hedera colchica
An den auffallend großen, herzförmigen und ledrigen Blättern lässt sich der Kaukasus-Efeu (Hedera colchica) sofort erkennen. Im Gegensatz zum heimischen Efeu sind diese oft doppelt so groß und verströmen beim Zerreiben einen angenehm harzigen Duft. Für Deinen Naturgarten ist diese Pflanze ein Gewinn, da sie erst im November und Dezember blüht und somit eine der allerletzten Nahrungsquellen des Jahres bietet. Davon profitieren spätfliegende Insekten wie Schwebfliegen oder die Efeu-Seidenbiene (Colletes hederae), die hier wertvollen Nektar finden. Wenn Du eine robuste, immergrüne Wandbegrünung suchst, machst Du mit dieser Wahl alles richtig.
Die letzte Tankstelle des Jahres: Grüner Sichtschutz und Blüte bis in den Advent.
Mit seiner extrem späten Blütezeit von November bis Dezember schließt dieser Efeu eine lebenswichtige Lücke im Naturhaushalt. Wenn fast alle anderen Pflanzen bereits im Winterschlaf sind, bietet er die letzte Nektartankstelle für spätaktive Bestäuber. Die Früchte reifen über den Winter heran und haben ein Gewicht von 54,01 mg, was sie zu einer energiereichen Nahrung für Vögel wie die Amsel (Turdus merula) im zeitigen Frühjahr macht. Durch den dichten, immergrünen Wuchs finden zudem Nützlinge wie Marienkäfer ein geschütztes Winterquartier. Da die Samen schwer sind, erfolgt die Ausbreitung meist über kurze Distanzen durch Tiere.
Der Kaukasus-Efeu ist in allen Teilen giftig, besonders die Beeren und frischen Blätter enthalten Saponine (Hederacoside). Bei Hautkontakt können Reizungen auftreten, die Einnahme führt zu Vergiftungen. Achte auf Kinder und Haustiere und kontaktiere im Notfall den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Nov – Dez
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
8.367 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Pflanzzeit: Am besten im Frühling von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November pflanzen.
Standort: Wähle einen schattigen bis halbschattigen Platz, da die großen Blätter in praller Mittagssonne leicht verbrennen.
Boden: Der Boden sollte humos (reich an zersetztem organischem Material) und gleichmäßig feucht sein.
Pflanzabstand: Plane etwa 80 bis 100 Zentimeter Platz ein, damit sich die Pflanze gut entfalten kann.
Erziehung: Zu Beginn können junge Triebe vorsichtig an der Kletterhilfe festgebunden werden, bis die Haftwurzeln greifen.
Rückschnitt: Ein Schnitt ist jederzeit möglich, um den Wuchs bei der Zielhöhe von 8,37 m zu stoppen.
Winterschutz: In sehr strengen Wintern freuen sich junge Pflanzen über eine Laubschicht im Wurzelbereich.
Gute Partnerin: Die Haselwurz (Asarum europaeum) – sie besiedelt als heimischer Bodendecker denselben schattigen Bereich und bildet einen schönen Kontrast zum hohen Efeu.
Der Kaukasus-Efeu gehört zur Familie der Araliengewächse (Araliaceae) und ist eng mit unserem heimischen Efeu verwandt. Er stammt ursprünglich aus den Bergwäldern des Kaukasus und Kleinasiens, kommt aber in unseren Gärten sehr gut zurecht. Als verholzter Strauch klettert er mit Haftwurzeln an Mauern oder Bäumen empor und erreicht dabei eine Wuchshöhe von exakt 8,37 m. Seine breitblättrigen, wintergrünen Blätter bieten ganzjährigen Sichtschutz und Lebensraum in halbschattigen bis schattigen Lagen.
2 Videos zu Hedera colchica
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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