Bild folgtKI-generierte IllustrationHedychrum nobile (Scopoli, 1763)
Scopoli, 1763
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dokumentiert
Das auffälligste Merkmal dieser prächtigen Goldwespe (Hedychrum nobile) ist ihr metallisch glänzender Panzer, der im Sonnenlicht wie ein kostbares Juwel funkelt. Du entdeckst diesen flinken Gartenbewohner ausschließlich im Juli, wenn die sommerliche Hitze ihren Höhepunkt erreicht. Als Kuckuckswespe führt das Tier eine parasitische Lebensweise (Entwicklung auf Kosten eines Wirtes), was bedeutet, dass es seine Eier geschickt in die Nester anderer Insekten schmuggelt. Zur Stärkung besuchen die erwachsenen Tiere bevorzugt das Jakobs-Greiskraut oder das Heidekraut, um Nektar zu sammeln. In Deinem Garten übernimmt sie eine wichtige Funktion im ökologischen Gleichgewicht, da sie die Bestände ihrer Wirtsinsekten auf natürliche Weise reguliert. Besonders gerne hält sie sich an sonnigen, sandigen Stellen auf, wo sie flink nach den Eingängen der Wirtsnester sucht. Du kannst sie an heißen Tagen dabei beobachten, wie sie geschwind über trockenes Holz oder offene Bodenflächen läuft. Um diese spezialisierte Art zu fördern, solltest Du sonnenexponierte Plätze und Totholzstrukturen als Lebensraum erhalten. Ein naturnaher Garten ohne chemische Spritzmittel ist die beste Voraussetzung für ihr Überleben. Das Vorhandensein dieser Wespe ist ein Zeichen für eine hohe biologische Vielfalt in Deinem direkten Umfeld.
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Diese Wespe ist für Dich vollkommen harmlos, da ihr Stachel primär für die Eiablage umgestaltet ist und die menschliche Haut nicht durchdringen kann. Es besteht keinerlei Gefahr für Kinder oder Haustiere, da das Tier friedfertig lebt und kein Interesse an Deinen Lebensmitteln hat.
Die Goldwespe (Hedychrum nobile) gehört zur Familie der Chrysididae (Goldwespen) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Als spezialisierter Parasitoid (ein Lebewesen, das den Wirt zum Abschluss der Entwicklung tötet) nutzt sie die Brutnester anderer Hautflügler (Hymenoptera). Ihre Verbreitung erstreckt sich über Mitteleuropa bis nach Belgien, wobei sie ausschließlich während der Hochsommerphase im Juli aktiv ist.
5 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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