Bild folgtKI-generierte IllustrationHelianthemum nummularium subsp. glabrum
Auch bekannt als: Helianthemum nummularium subsp. glabrum
Wer das Kahle Sonnenröschen (Helianthemum nummularium subsp. glabrum) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Die Pflanze zeigt leuchtend gelbe Blüten mit zahlreichen Staubblättern und glatte, fast unbehaarte Blattoberseiten. Als seltener Gast aus der Familie der Zistrosengewächse bereichert es trockene Steingärten und kalkhaltige Beete. Da es auf der Roten Liste als extrem selten eingestuft ist, leistest du mit seiner Ansiedlung einen echten Beitrag zum Schutz unserer heimischen Flora. Dieser kleine Halbstrauch beweist dir, dass gerade die kargsten Ecken im Garten einen besonderen ökologischen Wert besitzen. Mit einer Wuchshöhe von genau 0,12 m passt es perfekt in kleine Nischen.
0,12 Meter pure Sonnenkraft: Ein seltener Kalk-Spezialist für deinen Steingarten.
Aufgrund seiner Seltenheit – die Art wird auf der Roten Liste mit R (extrem selten oder geografisch beschränkt) geführt – ist das Kahle Sonnenröschen ein wertvoller Baustein für die regionale Biodiversität. Es besiedelt ökologische Nischen auf Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen), die für viele andere Pflanzen zu nährstoffarm sind. Die Vermehrung erfolgt über 1,2 mg leichte Samen, deren geringes Gewicht eine Fernausbreitung durch den Wind ermöglicht. In deinem Garten fördert es zudem ein gesundes Bodenmilieu, da es eine Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen vom Typ AM (Arbuskuläre Mykorrhiza) eingeht. Als einheimischer Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde oder einheimisch ist) gehört es fest in unsere Naturlandschaft.
Bitte beachte, dass das Kahle Sonnenröschen als nicht kindersicher eingestuft wird. Auch wenn keine akuten Vergiftungsfälle bekannt sind, solltest du vorsichtshalber darauf achten, dass Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile verzehren. In einem naturnah gestalteten Garten ist ein umsichtiger Umgang mit solchen Arten Teil der gärtnerischen Verantwortung.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Halbstrauch
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.109 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 8: Wähle einen vollsonnigen Platz; die Pflanze benötigt für ihre Blütenbildung mindestens 6 Stunden direkte Sonne.
Feuchte 3: Setze es in trockene Erde; Staunässe (stehendes Wasser) musst du unbedingt vermeiden, um Wurzelfäule zu verhindern.
Nährstoffe 3: Halte den Boden mager (nährstoffarm), eine Düngung ist nicht notwendig und würde der Pflanze eher schaden.
Reaktion 8: Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Boden (hoher pH-Wert), mische bei Bedarf Kalkgrus oder Muschelschalen unter.
Temperatur 2: Die Pflanze ist sehr kälteresistent und eignet sich hervorragend für frostharte Lagen oder Alpingärten.
Pflanzzeit: Setze junge Exemplare im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in die Erde.
Pflege: Ein leichter Rückschnitt nach der Blüte fördert einen kompakten Wuchs und die Vitalität.
Gute Partnerin: Der Echte Wundklee (Anthyllis vulneraria) ist eine ideale Ergänzung, da er dieselben trockenen Kalkstandorte bevorzugt.
Das Kahle Sonnenröschen gehört zur Ordnung der Malvenartigen (Malvales) und ist innerhalb der Zistrosengewächse (Cistaceae) ein spezialisierter Vertreter kühlerer Lagen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist es einheimisch und besiedelt bevorzugt Xerothermrasen (trockene, sonnige Magerwiesen) auf kalkhaltigem Untergrund. Morphologisch zeichnet es sich als Halbstrauch aus, was bedeutet, dass es an der Basis leicht verholzt, während die oberen Triebe krautig bleiben. Die Unterart 'glabrum' unterscheidet sich von Verwandten durch ihre weitgehend kahlen Blätter, was eine Anpassung an spezifische Gebirgsstandorte darstellt.
1 Video zu Kahles Sonnenröschen
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →