Bild folgtKI-generierte IllustrationHelianthemum nummularium subsp. obscurum
Auch bekannt als: Helianthemum nummularium subsp. obscurum
An ihren leuchtend gelben Schalenblüten, die sich wie kleine Sonnen über den Boden legen, lässt sich das Dunkle Sonnenröschen sofort erkennen. Mit einer Wuchshöhe von exakt 0,12 m bildet dieser Halbstrauch dichte, bodennahe Teppiche, die besonders in kalkreichen Steingärten oder auf Mauerkronen zur Geltung kommen. Da die Art auf der Vorwarnliste (Rote Liste: V) steht, leistest du mit der Ansiedlung in deinem Garten einen aktiven Beitrag zum Erhalt unserer heimischen Flora. Es ist ein robuster Charakter für vollsonnige Plätze, an denen viele andere Pflanzen aufgrund der Trockenheit aufgeben würden. Wenn du eine pflegeleichte Lösung für karge Standorte suchst, ist diese Art genau die richtige Wahl für dich.
Kompakter Sonnenanbeter: Schützt die Artenvielfalt auf kargem Kalkboden.
Als Bewohnerin karger Standorte übernimmt das Dunkle Sonnenröschen eine wichtige Funktion im Ökosystem basenreicher Magerwiesen. Da es auf der Vorwarnliste (Rote Liste: V) geführt wird, ist jeder Bestand im Garten ein wertvoller Trittstein für die Vernetzung bedrohter Lebensräume. Die Vermehrung erfolgt über extrem leichte Diasporen (Samenkörner) mit einem Gewicht von nur 1,2 mg, was der Pflanze die Fernausbreitung durch Wind ermöglicht. Durch die Symbiose mit Mykorrhizapilzen trägt sie zur Vitalität des Bodenlebens an extremen Standorten bei. Auch wenn keine spezifischen Bestäuberdaten vorliegen, bereichert sie als indigene Art die strukturelle Vielfalt im Naturgarten.
In der Gartenplanung solltest du beachten, dass das Dunkle Sonnenröschen als nicht kindersicher eingestuft wird. Auch wenn keine akute Giftigkeit bekannt ist, empfiehlt es sich, Kinder im Umgang mit der Pflanze zu beaufsichtigen. Für Haustiere liegen keine spezifischen Warnhinweise vor, dennoch ist ein vorsichtiger Umgang ratsam.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Halbstrauch
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.109 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 8), der mindestens sechs Stunden direkte Sonne am Tag erhält.
Boden: Die Pflanze ist ein Schwachzehrer (Nährstoffwert 2); verwende daher keinen Dünger und achte auf einen kalkhaltigen, basischen Untergrund (Reaktionswert 8).
Feuchtigkeit: Halte den Boden eher trocken (Feuchtewert 3), da die Art an Trockenheit angepasst ist und Staunässe nicht verträgt.
Pflanzzeit: Setze das Sonnenröschen im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden offen ist.
Bodenvorbereitung: Bei schweren Böden solltest du Sand oder feinen Kies einarbeiten, um den Boden abzumagern und den Wasserabfluss zu verbessern.
Pflege: Ein Rückschnitt nach der Blüte ist nicht zwingend erforderlich, kann aber helfen, den kompakten Wuchs zu bewahren.
Pflanzpartner: Gute Nachbarn sind der Arznei-Thymian (Thymus pulegioides) oder die Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa), da beide ebenfalls kalkhaltige Magerstandorte bevorzugen.
Das Dunkle Sonnenröschen (Helianthemum nummularium subsp. obscurum) gehört zur Familie der Zistrosengewächse (Cistaceae). Es ist in weiten Teilen Europas, von Italien bis England, heimisch und besiedelt dort bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie kalkhaltige Felsfluren. Morphologisch auffällig sind die breitblättrigen, wintergrünen Blätter und die fünfzähligen Blüten, deren Kronblätter oft leicht zerknittert wirken. Trotz seiner zierlichen Erscheinung ist es durch seine arbuskuläre Mykorrhiza (eine Symbiose mit Bodenpilzen) bestens an nährstoffarme Verhältnisse angepasst.
2 Videos zu Dunkles Sonnenröschen
•Baden-Böhm F, App M, Thiele J (2022) — The FloRes Database: A floral resources trait database for pollinator habitat-assessment generated by a multistep workflow. Johann Heinrich von Thünen-Institut, Dryad, DOI: 10.5061/dryad.djh9w0w29 (CC0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →