Bild folgtKI-generierte IllustrationHemerocallis fulva
Auch bekannt als: Gelbrote Taglilie, Bahnwärter-Taglilie, Braunrote Taglilie
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt die Rotgelbe Taglilie durch ihre trichterförmigen, leuchtend orangefarbenen Blüten auf, die sich elegant über das grasartige Laub erheben. In deinem Naturgarten fungiert dieser Neophyt (Pflanzenart, die nach dem Jahr 1492 eingeführt wurde) als stabiler Strukturgeber. Obwohl die Einzelblüte nur kurz lebt, bietet der dichte Wuchs wertvollen Lebensraum, etwa für die Gewöhnliche Ovalspinne (Enoplognatha ovata), die hier geschützte Jagdgründe findet. Mit ihrer präzisen Wuchshöhe von 0,77 m fügt sie sich harmonisch in Beete ein. Du machst hier alles richtig, wenn du einen langlebigen und pflegeleichten Akzent setzen möchtest, der im Hochsommer Farbe zeigt.
Leuchtender Strukturgeber mit 0,77 m Höhe und Jagdrevier für die Ovalspinne.
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Ökologisch betrachtet bietet die Rotgelbe Taglilie vor allem strukturellen Nutzen im Garten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist sie ein bevorzugter Aufenthaltsort für die Gewöhnliche Ovalspinne (Enoplognatha ovata), die im dichten Blattwerk ihre Netze spinnt. Die schweren Samen (27,9 mg) führen dazu, dass sich die Pflanze eher über kurze Distanzen ausbreitet, wobei auch eine Ausbreitung durch Tiere möglich ist. Da sie im Juli und August blüht, bietet sie in der sommerlichen Hitzephase ein schattiges Mikroklima für wirbellose Tiere. Ihr kräftiger Wuchs unterdrückt zudem Beikräuter auf natürliche Weise.
Bitte beachte, dass die Rotgelbe Taglilie als nicht kindersicher eingestuft wird. In Gärten, in denen kleine Kinder spielen, ist ein umsichtiger Umgang oder ein unzugänglicher Standort ratsam. Im Falle eines Unfalls wende dich bitte sofort an den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.774 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen Platz im Halbschatten (Lichtwert 6), wo die Pflanze vor der extremen Mittagshitze geschützt ist.
Boden: Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) benötigt sie einen fetten, nährstoffreichen Boden; arbeite am besten reichlich Kompost ein.
Feuchtigkeit: Der Standort sollte frisch (mäßig feucht) sein, achte besonders im Sommer auf eine gleichmäßige Wasserversorgung.
Pflanzzeit: Setze die Lilie im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in die Erde.
Platzbedarf: Berücksichtige bei der Planung die fixe Wuchshöhe von 0,77 m.
Bodenreaktion: Ein neutraler bis schwach saurer Boden ist ideal für ein gesundes Wachstum.
Pflege: Die Pflanze ist sehr robust, profitiert aber von einer Teilung alle paar Jahre, um die Blühfreude zu erhalten.
Pflanzpartner: Gute Nachbarin ist der Echte Beinwell (Symphytum officinale) – er liebt ebenfalls nährstoffreiche Böden und ergänzt das Blattwerk ökologisch sinnvoll.
Die Rotgelbe Taglilie (Hemerocallis fulva) gehört zur Familie der Affodillgewächse (Asphodelaceae) und ist eine ausdauernde, krautige Pflanze (nicht verholzend). Obwohl sie ursprünglich als Neophyt zu uns kam, ist sie heute in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet. Ihr natürlicher Lebensraum sind frische, nährstoffreiche Standorte im Halbschatten. Typisch sind die breiten, bandförmigen Blätter mit einer Fläche von über 7700 mm², die dichte Blattbüschel bilden und so den Boden vor Austrocknung schützen.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →