Bild folgtKI-generierte IllustrationHemicrepidius niger
Auch bekannt als: Schwarzer Schnellkäfer
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Der Schwarze Schnellkäfer (Hemicrepidius niger) ist ein etwa zehn bis vierzehn Millimeter langer, tiefschwarz glänzender Käfer mit einer langgestreckten Körperform und fein gestreiften Deckflügeln. In deinem Garten entdeckst du ihn meist in der Krautschicht oder auf Blüten, wo er sich oft recht ruhig verhält. Sein Name rührt von einem besonderen Sprungapparat auf der Unterseite her, mit dem er sich bei Gefahr mit einem hörbaren Klicken in die Luft schnellen lassen kann. Er bewohnt als heimische Art bevorzugt Wiesen, Waldränder und naturnahe Gärten mit lockeren, humusreichen Böden. Die Larven, die wegen ihrer festen Haut oft Drahtwürmer genannt werden, leben über mehrere Jahre im Erdreich und nehmen dort eine wichtige Rolle als Zersetzer (Organismen, die organisches Material abbauen) ein. Als erwachsener Käfer besucht er zur Nahrungssuche Pflanzen wie den Wiesen-Kerbel, den Gewöhnlichen Giersch oder den Wiesen-Kümmel. Auch auf Weiß-Klee, der Wiesen-Platterbse, der Hopfen-Luzerne sowie dem Östlichen Stumpfblättrigen Ampfer ist er regelmäßig zu finden. Ein Garten mit Wildkräutern wie der Schafgarbe, der Gewöhnlichen Bärenklau oder dem Wiesen-Labkraut bietet ihm ideale Lebensbedingungen. Um dieses Tier zu fördern, solltest du auf tiefes Umgraben verzichten, um die mehrjährige Entwicklung im Boden nicht zu stören. Belasse zudem etwas Laub in schattigen Ecken, um die für die Larven wichtige Bodenfeuchtigkeit zu erhalten.
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Der Schwarze Schnellkäfer ist für dich völlig harmlos und besitzt keinen Giftstachel oder Beißwerkzeuge, die die menschliche Haut durchdringen könnten. Er steht nicht unter besonderem Artenschutz, ist jedoch als Teil der Bodenfauna ein wichtiger Baustein im ökologischen Kreislauf deines Gartens. Im Gegensatz zu manchen Verwandten verursacht er keine nennenswerten Schäden an Kulturpflanzen.
Er wird taxonomisch (Einordnung in das biologische System) in die Familie der Schnellkäfer (Elateridae) innerhalb der Ordnung der Käfer (Coleoptera) geführt. Die Art ist in Mitteleuropa, insbesondere in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Belgien, weit verbreitet. Mit einer Körperlänge von etwa 10 bis 14 Millimetern gehört er zu den charakteristischen Vertretern seiner Gattung. Seine Lebensweise ist vorwiegend tagaktiv, wobei die Käfer vor allem in den Frühsommermonaten auf blühenden Wiesenpflanzen anzutreffen sind.
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•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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