Bild folgtKI-generierte IllustrationHerniaria hirsuta subsp. hirsuta
Auch bekannt als: Herniaria hirsuta subsp. hirsuta
Typisch für das Behaarte Bruchkraut sind seine borstig behaarten Blätter und der extrem flache, teppichartige Wuchs, der eine Höhe von exakt 0,1 m erreicht. Wer dieses kleine Nelkengewächs im Garten hat, besitzt einen wahren Spezialisten für die schwierigsten, trockensten Ecken. Als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) zeigt es dir zuverlässig an, wo dein Boden besonders mager und durchlässig ist. Da es kaum Konkurrenz verträgt, eignet es sich hervorragend, um offene Bodenstellen in sonnigen Steingärten zu schließen. Auch wenn wir über spezifische Insektenbesucher aus den Daten noch wenig wissen, bereichert dieser winzige Überlebenskünstler die Struktur deiner Gartenökologie. Probier es doch mal in einer sonnigen Pflasterritze aus!
Der 10-Zentimeter-Teppich: Extrem robust und genügsam für deine sonnigsten Plätze.
In der Natur fungiert das Behaarte Bruchkraut als Pionierpflanze, die lückige Stellen in Xerothermrasen (trockenen Magerwiesen) schließt. Es geht eine Symbiose in Form einer AM-Mykorrhiza (Zusammenarbeit mit Bodenpilzen) ein, was die Nährstoffaufnahme auf kargen Böden verbessert. Die Ausbreitung erfolgt über extrem leichte Samen (Diasporen), die nur 0,0608 mg wiegen und so leicht durch den Wind oder vorbeistreifende Tiere über weite Strecken transportiert werden können. Durch seinen flachen Wuchs von nur 0,1 m schützt es den Boden vor Erosion, ohne größere Nachbarpflanzen zu verdrängen. Für die kleinteilige Biodiversität bietet es in kargen Lebensräumen wichtige Bodenbedeckung.
Bitte beachte, dass das Behaarte Bruchkraut in der Datenbank als nicht kindersicher eingestuft ist. Auch wenn es keine giftigen Verwandten direkt imitiert, solltest du sicherheitshalber darauf achten, dass keine Pflanzenteile von Kleinkindern verschluckt werden. Im Falle einer versehentlichen Aufnahme kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.104 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 9), an dem die Pflanze mindestens sechs Stunden direkte Sonne bekommt.
Der Boden sollte sehr nährstoffarm sein (Schwachzehrer); vermeide unbedingt Düngergaben.
Achte auf eine trockene Umgebung (Feuchtewert 3); das Bruchkraut benötigt kaum zusätzliches Gießen.
Ideal ist ein neutraler bis schwach saurer Boden (Reaktionswert 4).
Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst, solange der Boden noch offen ist.
Bereite den Boden mit Sand oder Kies vor, um eine gute Drainage (Wasserabfluss) zu gewährleisten.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert über Selbstaussaat der sehr leichten Samen.
Gute Partnerin: Sand-Thymian (Thymus serpyllum) – beide Arten teilen die Vorliebe für extrem magere Sandböden und bilden gemeinsam einen dichten, ökologisch wertvollen Teppich.
Das Behaarte Bruchkraut (Herniaria hirsuta subsp. hirsuta) gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) und ist in Deutschland als Neophyt (eine Pflanze, die nach 1492 eingeführt wurde) etabliert. Sein natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie sandige Pionierstandorte. Charakteristisch ist der niederliegende, nicht verholzte Wuchs, bei dem die Stängel dicht am Boden kriechen. Die Blätter sind breitblättrig und – im Gegensatz zum Kahlen Bruchkraut – deutlich behaart, was der Pflanze hilft, Feuchtigkeit an extrem sonnigen Plätzen zu speichern.
2 Videos zu Behaartes Bruchkraut
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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