Bild folgtKI-generierte IllustrationHieracium arolae
Auch bekannt als: Hieracium arolae
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Kaum zu übersehen: Das Arlberg-Habichtskraut zeigt sich mit leuchtend gelben Korbblüten über behaarten Blattrosetten, die typisch für diese alpinen Spezialisten sind. Da diese Art in Deutschland und Österreich extrem selten vorkommt und auf der Roten Liste steht, ist sie ein echtes Juwel für deinen Naturgarten. Besonders gefährdete Schmetterlinge wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder der Graubündner Scheckenfalter (Melitaea varia) finden hier eine wertvolle Nektarquelle. Mit der Ansiedlung dieser indigenen (einheimischen) Pflanze leistest du einen messbaren Beitrag zum Artenschutz. Möchtest du dieser Seltenheit einen Platz in deinem Garten schenken?
Ein seltenes alpines Juwel als Magnet für gefährdete Scheckenfalter.
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Dieses Habichtskraut ist eine wichtige Ressource für spezialisierte Falterarten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten fliegen insbesondere Scheckenfalter die Blüten an, darunter der Östliche Scheckenfalter (Melitaea aetherie) und der Schmuck-Scheckenfalter (Melitaea ornata). Auch der seltene Spanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii) nutzt das Angebot. Sogar der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) wird an den Blüten beobachtet. Da die Pflanze auf der Roten Liste unter dem Status R (extrem selten) geführt wird, dient dein Garten hier als wichtiges Trittsteinbiotop für den Erhalt der genetischen Vielfalt dieser spezialisierten Berglandart.
Bitte beachte, dass das Arlberg-Habichtskraut (Hieracium arolae) in der Datenbank als nicht kindersicher eingestuft ist. Auch wenn es keine hochgiftige Pflanze ist, sollten Teile der Pflanze nicht verzehrt werden. Bei Unwohlsein nach versehentlichem Verschlucken kannst du dich an den Giftnotruf unter 0228 19 240 wenden.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz im Garten, der die Lichtverhältnisse offener Bergwiesen widerspiegelt.
Der Boden sollte mager und gut durchlässig sein; mische bei schwerem Boden Sand oder feinen Kies unter, um eine Drainage (Wasserabfluss) zu gewährleisten.
Die ideale Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Halte beim Einsetzen einen Abstand von etwa 20 bis 25 Zentimetern ein, damit sich die Grundrosetten gut entwickeln.
Gießen ist nur bei extremer Trockenheit nötig, da die behaarten Blätter die Verdunstung reduzieren.
Verzichte auf Dünger, um den natürlichen Wuchs und die Standfestigkeit zu erhalten.
Lasse die Samenstände im Herbst stehen, damit sich die seltene Art durch Selbstaussaat erhalten kann.
Gute Partnerin: Die Berg-Aster (Aster amellus) — sie besiedelt ähnliche trockene Standorte und ergänzt das Nahrungsangebot für Insekten im Spätsommer.
Das Arlberg-Habichtskraut (Hieracium arolae) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in den Bergregionen Deutschlands und Österreichs beheimatet. Sein natürlicher Lebensraum umfasst oft karge, felsige Standorte oder magere Bergwiesen. Als Archäophyt oder indigen eingestufte Art ist es perfekt an die hiesigen Bedingungen angepasst. Eine Besonderheit ist die Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen (AM - Arbuskuläre Mykorrhizapilze), die der Pflanze helfen, in nährstoffarmen Böden zu überleben. Morphologisch erkennst du es an den charakteristischen Zungenblüten, die zu einem flachen Blütenköpfchen angeordnet sind.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →