Bild folgtKI-generierte IllustrationHieracium bupleuroides
Auch bekannt als: Hieracium bupleuroides
7
Arten
interagieren
7
Interaktionen
dokumentiert
Auffällig sind die bläulich-grünen, länglichen Blätter des Hasenohr-Habichtskrauts, die an die Ohren eines Hasen erinnern und der Pflanze ihren Namen gaben. In deinem Naturgarten ist dieser Korbblütler ein wertvoller Beitrag zum Artenschutz, da er auf der Roten Liste mit der Stufe 3 als gefährdet eingestuft wird. Besonders Scheckenfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder die Verkannte Maskenbiene (Hylaeus confusus) profitieren von seinem Angebot. Da die Pflanze kalkhaltige, magere Standorte liebt, ist sie perfekt für Steingärten oder Trockenmauern geeignet. Wenn du einen sonnigen Platz mit wenig Nährstoffen hast, machst du mit dieser indigenen (einheimischen) Art alles richtig.
0.2 m geballte Natur: Ein gefährdeter Kalk-Spezialist für seltene Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Hasenohr-Habichtskraut eine wichtige Nahrungsquelle für spezialisierte Insekten. Sechs verschiedene Scheckenfalter-Arten besuchen die Blüten, darunter der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) und der Alpen-Scheckenfalter (Melitaea varia). Auch seltene Gäste wie die Verkannte Maskenbiene (Hylaeus confusus) finden sich an den gelben Korbblüten ein. Da die Pflanze in der Natur gefährdet ist (Rote Liste 3), dient jede Ansiedlung im Garten als kleiner Trittsteinbiotop zur Vernetzung bedrohter Populationen. Die Samenstände können im Winter stehen bleiben und bieten potenziell Nahrung für Vögel, während die Pflanze gleichzeitig über ihre Wurzeln eine nützliche AM-Mykorrhiza (Symbiose mit Pilzen) im Boden fördert.
Das Hasenohr-Habichtskraut ist laut Datenbank als nicht kindersicher eingestuft. Wie viele Korbblütler enthält es einen Milchsaft, der bei empfindlichen Personen zu Hautreizungen führen kann. Achte darauf, dass Kinder die Pflanze nicht in den Mund nehmen, und trage beim Rückschnitt im Zweifelsfall Gartenhandschuhe.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.204 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Standort in voller Sonne (Lichtwert 9), idealerweise mit mindestens 6 bis 8 Stunden direkter Besonnung.
Der Boden muss mager sein (Schwachzehrer); dünge die Pflanze niemals, da sie bei zu vielen Nährstoffen schnell verdrängt wird.
Achte auf eine kalkhaltige oder basische Bodenreaktion (Reaktionswert 9); bei saurem Boden hilft eine Gabe von kohlensaurem Kalk.
Der Wasserbedarf ist gering; das Substrat sollte trocken bis mäßig feucht (frisch) sein, Staunässe unbedingt vermeiden.
Pflanzzeit ist im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), sofern der Boden frostfrei ist.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 20 cm ein, damit sich die Rosetten gut entwickeln können.
Die Vermehrung erfolgt über Samen oder durch die Zusammenarbeit mit AM-Mykorrhiza (einer Symbiose mit Bodenpilzen), die bereits im Gartenboden vorhanden sein sollte.
Gute Partnerin: Der Gewöhnliche Sonnenquendel (Helianthemum nummularium) – beide teilen die Vorliebe für sonnige Kalkstandorte und ergänzen sich optisch hervorragend.
Das Hasenohr-Habichtskraut (Hieracium bupleuroides) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und sonnige Felshänge, meist auf kalkhaltigem Untergrund. Als krautige Pflanze erreicht sie eine Wuchshöhe von genau 0.2 m und bildet eine grundständige Blattrosette aus. Die Blätter sind breitblättrig, ungeteilt und oft bläulich bereift, was sie vor starker Sonneneinstrahlung schützt. Botanisch gilt sie als Archiophyt (eine Art, die vor 1492 eingeführt wurde) oder indigen, was ihre tiefe Verwurzelung in unserer Flora unterstreicht.
7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →