Bild folgtKI-generierte IllustrationHieracium caesium
Auch bekannt als: Hieracium caesium
6
Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
An den blaugrau bereiften Blättern mit ihren oft dunklen Flecken lässt sich das Blaugraue Habichtskraut (Hieracium caesium) sofort erkennen. Diese seltene Wildstaude ist ein wahrer Überlebenskünstler für karge Ecken und ökologisch hochkarätig, da sie auf der Roten Liste steht. Besonders Scheckenfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder Melitaea ornata nutzen die Pflanze als wichtige Nahrungsquelle. Da sie eng mit Bodenpilzen zusammenarbeitet, fördert sie die Gesundheit Deines Gartenbodens nachhaltig. Wenn Du einen sonnigen, eher nährstoffarmen Platz hast, ist dieses Habichtskraut genau die richtige Wahl für Dich.
Rote-Liste-Schönheit: Ein seltener Scheckenfalter-Magnet für Deinen Sonnenplatz.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Art eine essenzielle Tankstelle für seltene Edelfalter. Vor allem Scheckenfalter-Arten wie Melitaea phoebe, Melitaea aetherie und Melitaea varia fliegen auf die gelben Blütenköpfe. Auch Melitaea ornata und der Wallbraune Scheckenfalter profitieren von dem Angebot. Durch die Mykorrhiza-Verbindung verbessert die Pflanze aktiv die Bodenstruktur für benachbarte Gewächse. Im Winter sind die verblühten Stände wertvoll, da die Samen kleinen Singvögeln als Nahrung dienen. Mit dem Erhalt dieser nach Roter Liste 2 gefährdeten Art leistest Du einen messbaren Beitrag zum Schutz der regionalen Artenvielfalt.
Die Pflanze wird in Datenbanken als nicht kindersicher eingestuft, weshalb bei kleinen Kindern Vorsicht geboten ist. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht aufgrund der spezifischen blaugrauen Blattfärbung kaum. Es handelt sich um eine ökologisch wertvolle Wildpflanze, die für den Ziergarten absolut bereichernd ist.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.17 m
Das Blaugraue Habichtskraut benötigt einen vollsonnigen Standort auf trockenem Grund. Als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) gedeiht es am besten in magerem Boden; vermeide daher unbedingt zusätzliche Düngergaben.
Pflanzzeit: Setze die Staude idealerweise von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden frostfrei ist.
Boden: Durchlässig, eher steinig oder sandig, um Staunässe zu verhindern.
Pflege: Die Pflanze ist extrem genügsam und muss nach dem Anwachsen kaum gegossen werden.
Vermehrung: Erfolgt meist unkompliziert über Samen oder kurze Ausläufer.
Rückschnitt: Ein Rückschnitt im Spätwinter fördert den Neuaustrieb, ist aber nicht zwingend notwendig.
Kombinationsempfehlung: Eine hervorragende Partnerin ist die Berg-Aster (Aster amellus). Beide teilen die Vorliebe für kalkhaltige, trockene Standorte und ergänzen sich hervorragend, da sie nacheinander blühen und so das Nahrungsangebot für Insekten verlängern.
Das Blaugraue Habichtskraut gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland sowie Österreich indigen (einheimisch). Es besiedelt natürlicherweise trockene, lichte Wälder und felsige Standorte auf mageren Böden. Die Pflanze bildet eine grundständige Rosette aus, aus welcher der verzweigte Blütenstand mit gelben Zungenblüten (Blüten mit flacher, kronblattartiger Zunge) entspringt. Botanisch interessant ist die Verbindung mit arbuskulärer Mykorrhiza (AM), einer Form der Symbiose zwischen Wurzeln und Pilzen, die den Nährstoffaustausch optimiert.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →