Bild folgtKI-generierte IllustrationHieracium froelichianum
Auch bekannt als: Hieracium froelichianum
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Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
An ihren kompakten gelben Blütenkörben und dem zierlichen Wuchs lässt sich das Abgemagerte Habichtskraut (Hieracium froelichianum) sofort erkennen. Diese botanische Kostbarkeit steht auf der Roten Liste als extrem selten und bringt echten alpinen Charme in deinen Garten. Besonders für bedrohte Scheckenfalter wie den Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder den Kleinen Scheckenfalter (Melitaea varia) ist die Pflanze eine lebenswichtige Nektarquelle. Da sie indigen (einheimisch) ist, fügt sie sich perfekt in ein ökologisches Pflanzkonzept ein. Mit nur 15 Zentimetern Höhe findet dieser kleine Schatz selbst im kleinsten Beetvordergrund einen Platz. Hast du schon eine kühle, frische Ecke für diesen seltenen Gast reserviert?
Rote-Liste-Rarität: Nur 15 cm klein und ein Magnet für seltene Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist dieses Habichtskraut eine wertvolle Tankstelle für seltene Schmetterlingsarten. Besonders Scheckenfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) und der Kleine Scheckenfalter (Melitaea varia) fliegen die Blüten gezielt an. Auch spezialisierte Arten wie der Spanische Maivogel (Euphydryas desfontainii) oder der Östliche Scheckenfalter (Melitaea ornata) profitieren von dem Angebot. Die extrem leichten Samen werden durch den Wind verbreitet und bieten eine natürliche Nahrungsquelle für Kleinvögel. Durch die Bindung an Mykorrhiza-Pilze trägt die Pflanze zudem aktiv zur Stabilisierung des Boden-Ökosystems in deinem Garten bei.
Das Abgemagerte Habichtskraut wird als nicht kindersicher eingestuft. Es enthält wie viele Korbblütler Bitterstoffe, die bei Verzehr zu Unwohlsein führen können. Da es keine stark giftige Pflanze ist, reicht ein Standort außerhalb direkter Spielbereiche für Kinder aus. Beim Hantieren im Garten ist ein achtsamer Umgang ratsam.
Licht
—
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.153 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Standort mit frischem Boden (Ellenberg Feuchte 4), der mäßig feucht bleibt, aber keine Staunässe bildet.
Der Platz sollte eher kühl sein (Ellenberg Temperatur 1), ideal für Gärten in höheren Lagen oder absonnige Steingärten.
Achte auf einen neutralen bis schwach sauren Boden (Ellenberg Reaktion 4).
Die beste Pflanzzeit ist im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November).
Mit einer Wuchshöhe von exakt 0,15 m sollte die Pflanze nach vorne ins Beet gesetzt werden, um nicht überwachsen zu werden.
Lass die verblühten Köpfe stehen; die leichten Samen (0,83 mg) verbreiten sich durch Wind- oder Fernausbreitung selbstständig.
Da die Pflanze nicht verholzt, ist kein Rückschnitt erforderlich.
Gute Partnerin: Die Rundblättrige Glockenblume (Campanula rotundifolia) passt ökologisch hervorragend, da sie ähnliche kühle Standorte besiedelt und die gelben Blüten farblich ergänzt.
Das Abgemagerte Habichtskraut (Hieracium froelichianum) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Es ist in Deutschland und Österreich heimisch und besiedelt natürlicherweise kühlere, oft alpine oder nördliche Lagen auf frischen Böden. Die Pflanze ist ein ausdauerndes Kraut mit einer fixen Wuchshöhe von 0,15 m und bildet charakteristische, breitblättrige Rosetten aus. Als Mykorrhiza-Pflanze lebt sie in einer AM (Arbuskulären Mykorrhiza), einer engen Symbiose mit Bodenpilzen zur besseren Nährstoffaufnahme. Aufgrund schwindender Lebensräume gilt sie heute als extrem seltene Art der Roten Liste (Status R).
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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