Bild folgtKI-generierte IllustrationHieracium gombense
Auch bekannt als: Hieracium gombense
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
An den typischen gelben Korbblüten und den borstig behaarten Blättern lässt sich das Gombser Habichtskraut (Hieracium gombense) sofort erkennen. In deinem Naturgarten ist diese Art wertvoll, weil sie im Spätsommer eine wichtige Nahrungsquelle bietet. Besonders Edelfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder der Walliser Scheckenfalter (Melitaea varia) profitieren von ihrem Nektar. Da sie als Neophyt (Pflanze, die nach 1492 eingeführt wurde) gilt, bringt sie eine spannende Vielfalt in deine Beete. Mit dieser Pflanze unterstützt du gezielt spezialisierte Falter in einer Zeit, in der das Nahrungsangebot oft schon knapp wird.
Späte Nektar-Tankstelle im August für seltene Scheckenfalter.
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Dieses Habichtskraut ist eine wichtige Tankstelle für Schmetterlinge im August. Nach aktuellen Bestäubungsdaten besuchen Arten wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe), Melitaea ornata und der Walliser Scheckenfalter (Melitaea varia) die Blüten. Auch der Spanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii) sowie Melitaea aetherie nutzen das Nektarangebot. Der seltene Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) wurde ebenfalls an den Blüten nachgewiesen. Da die Blüte erst spät im Jahr einsetzt, versorgt sie Insekten genau dann, wenn viele andere Wiesenblumen bereits verblüht sind. Die AM-Mykorrhiza (Wurzelsymbiose) fördert zudem ein gesundes Bodenleben.
Bitte beachte, dass das Gombser Habichtskraut als nicht kindersicher eingestuft wird. Es sollte daher an Stellen gepflanzt werden, die nicht als Spielfläche für kleine Kinder dienen. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs kontaktiere bitte den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Aug – Aug
Bioregion
Continental
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten mit viel direktem Sonnenlicht.
Boden: Die Pflanze benötigt gut durchlässige, eher magere Erde; Staunässe muss unbedingt vermieden werden.
Pflanzzeit: Setze das Habichtskraut idealerweise im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November).
Pflanzabstand: Halte etwa 25 Zentimeter Abstand zu benachbarten Pflanzen ein.
Wässern: Gieße nur bei anhaltender Trockenheit, da die Art sehr gut mit Wassermangel zurechtkommt.
Düngung: Eine zusätzliche Düngung ist nicht notwendig und kann die Standfestigkeit beeinträchtigen.
Pflege: Lass die vertrockneten Blütenstände über den Winter stehen, um Insekten Schutz zu bieten.
Pflanzpartner: Die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) ist eine ideale Nachbarin, da sie ähnliche Standortansprüche hat und ebenfalls Scheckenfalter anlockt.
Das Gombser Habichtskraut gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). In Deutschland und Österreich kommt es vor, wird botanisch jedoch als Neophyt (gebietsfremde Art) eingestuft. Sein natürlicher Lebensraum umfasst meist trockene Standorte, an denen es eine AM-Mykorrhiza (Symbiose zwischen Wurzeln und Bodenpilzen) eingeht. Diese Partnerschaft hilft der Pflanze, Nährstoffe auf kargen Böden effizienter aufzunehmen. Charakteristisch sind die gelben Blütenköpfe, die wie bei allen Habichtskräutern ausschließlich aus Zungenblüten bestehen.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →