Bild folgtKI-generierte IllustrationHieracium humile
Auch bekannt als: Hieracium humile
6
Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
Typisch für das Niedrige Habichtskraut (Hieracium humile) sind seine hellgelben Korbblüten (Blütenstände aus vielen Einzelblüten), die an zierlichen, behaarten Stängeln über den Blattrosetten stehen. Diese Art ist ein echter Spezialist für trockene, kalkreiche Gartenbereiche und bietet Scheckenfaltern wie dem Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) eine wichtige Lebensgrundlage. Im Naturgarten schließt sie Lücken in Steinfugen oder auf kargen Mauerkronen, wo kaum etwas anderes wächst. Wenn du einen sonnigen, eher nährstoffarmen Platz hast, ist dieses Habichtskraut genau die richtige Wahl für dich.
Zierlicher Felsenkünstler: 0,16 m pure Nektarkraft für seltene Scheckenfalter.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
network_loading_state
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Art eine wertvolle Nektarquelle für diverse Schmetterlinge. Besonders Scheckenfalter profitieren von den Blüten, darunter der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe), der Walliser Scheckenfalter (Melitaea varia) und der Östliche Scheckenfalter (Melitaea ornata). Auch der Spanische Maivogel (Euphydryas desfontainii) und der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) wurden als Besucher dokumentiert. Da das Habichtskraut auf magerem Boden gedeiht, fördert es die Artenvielfalt in Nischen, die für konkurrenzstarke Pflanzen ungeeignet sind. Die Samenstände können im Winter kleinen Singvögeln als Nahrung dienen.
Das Niedrige Habichtskraut wird als nicht kindersicher eingestuft. Wie viele Vertreter der Korbblütler enthält es Inhaltsstoffe und einen milchigen Saft, der bei Kontakt mit empfindlicher Haut oder bei Verzehr zu Unwohlsein führen kann. In Gärten mit kleinen Kindern ist daher ein aufmerksamer Umgang oder eine Platzierung außerhalb der direkten Reichweite ratsam.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.164 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 8), an dem die Pflanze mindestens sechs Stunden direkte Sonne bekommt.
Boden: Der Untergrund muss mager (nährstoffarm) sein; herkömmliche Gartenerde solltest du mit reichlich Sand oder Kies abmagern.
Feuchtigkeit: Die Pflanze bevorzugt frische bis mäßig trockene Bedingungen; Staunässe muss durch eine gute Drainage (Wasserabfluss) verhindert werden.
Kalkbedarf: Achte auf einen basischen (kalkhaltigen) Boden, da die Art empfindlich auf zu saure Erde reagiert.
Pflanzzeit: Setze das Habichtskraut idealerweise im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) bei offenem Boden.
Wuchsraum: Da die Pflanze nur 0,16 m hoch wird, sollte sie nicht von größeren Nachbarn bedrängt werden.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht nötig; die vertrockneten Blütenstände kannst du für die Selbstaussaat stehen lassen.
Pflanzpartner: Das Kalk-Blaugras (Sesleria caerulea) ist eine ideale Partnerin, da es dieselben kalkreichen Felsstandorte besiedelt.
Das Niedrige Habichtskraut gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist eine indigen (ursprünglich einheimisch) vorkommende Art in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sein natürlicher Lebensraum sind kalkhaltige Felsen und Felsschuttfluren der Gebirge, weshalb es perfekt an mineralische Untergründe angepasst ist. Die Pflanze wächst krautig und erreicht eine exakte Wuchshöhe von 0,16 m. Charakteristisch ist die Behaarung der Blätter, die als Schutz vor Verdunstung an xerothermen (warm-trockenen) Standorten dient.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →