Bild folgtKI-generierte IllustrationHieracium macranthelum
Auch bekannt als: Hieracium macranthelum
6
Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
Auffällig sind die leuchtend gelben Korbblüten (Blütenstände aus vielen Einzelblüten), die das Großblütige Habichtskraut (Hieracium macranthelum) als charakteristischen Bewohner trockener Wiesen kennzeichnen. Diese seltene Wildpflanze ist für deinen Naturgarten von unschätzbarem Wert, da sie in Deutschland bereits vom Aussterben bedroht ist. Mit der Ansiedlung bietest du hochspezialisierten Faltern wie dem Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder dem Ockerfarbenen Scheckenfalter (Melitaea ornata) eine lebenswichtige Nahrungsquelle. Du kannst hier zum aktiven Artenschützer werden und eine botanische Kostbarkeit bewahren. Traust du dir zu, diesem Spezialisten einen dauerhaften Platz in deinem Garten zu schenken?
Rettungsinsel für seltene Scheckenfalter und botanische Kostbarkeit.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
network_loading_state
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Pflanze ein Magnet für seltene Edelfalter. Vor allem Scheckenfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe), der Ätherie-Scheckenfalter (Melitaea aetherie) und der Graubündner Scheckenfalter (Melitaea varia) profitieren von dem Nektarangebot. Auch der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) und der Ockerfarbene Scheckenfalter (Melitaea ornata) suchen die Blüten gezielt auf. Da das Großblütige Habichtskraut vom Aussterben bedroht ist, fungiert jede Pflanze in deinem Garten als wichtiges Trittsteinbiotop (vernetzender Lebensraum). Die Samenstände bieten im Spätsommer und Herbst zudem eine wertvolle Nahrungsgrundlage für samenfressende Kleinvögel.
Das Großblütige Habichtskraut (Hieracium macranthelum) ist laut vorliegenden Daten als nicht kindersicher eingestuft. Falls Kinder in deinem Garten spielen, solltest du dies bei der Standortwahl berücksichtigen. Im Falle einer versehentlichen Aufnahme oder bei Fragen zu Reizungen kontaktiere bitte den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz im Garten, der die Hitze eines Xerothermrasens (trockene, warme Magerwiese) imitiert.
Der Boden muss zwingend mager und sehr gut durchlässig sein; schwere, feuchte Erde führt unweigerlich zu Fäulnis.
Pflanze im Frühling von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden frostfrei ist.
Halte beim Setzen einen Pflanzabstand von etwa 25 cm ein, um den Blattrosetten genug Raum zu geben.
Eine zusätzliche Düngung ist nicht notwendig und würde der Pflanze eher schaden.
Lasse die verblühten Köpfe im Herbst stehen, damit die Samen für Vögel reifen können.
Vermehrung erfolgt am besten über die natürliche Selbstaussaat an offenen Bodenstellen.
Gute Partnerin: Die Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa) – sie besiedelt ähnliche Magerstandorte und ergänzt das Nahrungsangebot für Scheckenfalter ideal.
Das Großblütige Habichtskraut gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland eine indigene (ursprünglich heimische) Art. Sein natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen), in denen es als Archäophyt (eine vor 1492 eingeführte oder eingewanderte Pflanze) gilt. Charakteristisch sind die behaarten Blätter und Stängel, die einen Milchsaft führen, sowie eine Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen (AM - Arbuskuläre Mykorrhiza), die der Pflanze auf kargen Böden hilft. Aufgrund seiner Seltenheit wird es in der Roten Liste mit der Kategorie 1 (vom Aussterben bedroht) geführt.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →