Bild folgtKI-generierte IllustrationHieracium nigrescens
Auch bekannt als: Hieracium nigrescens
6
Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
An den auffällig dunkel behaarten Hüllblättern unterhalb der gelben Blütenköpfe lässt sich das Schwärzliche Habichtskraut sofort erkennen. Diese botanische Kostbarkeit ist in unseren Gärten selten geworden und gilt laut Roten Listen als extrem rar. Für Sie als Naturgärtner ist sie besonders wertvoll, da sie spezialisierten Schmetterlingen wie dem Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder dem Graubündner Scheckenfalter (Melitaea varia) eine wichtige Nahrungsquelle bietet. Wenn Sie einen kühleren Platz im Garten haben, holen Sie sich mit dieser Pflanze ein echtes Stück alpiner Ursprünglichkeit direkt vor die Haustür.
Alpine Seltenheit: Eine wichtige Nektartankstelle für bedrohte Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Art eine wichtige Tankstelle für diverse Scheckenfalter. Besonders der Südliche Scheckenfalter (Melitaea ornata) und der Östliche Scheckenfalter (Melitaea aetherie) nutzen die gelben Korbblüten zur Nektaraufnahme. Auch Wanderfalter wie der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) fliegen die Pflanze an. Die späte Blütezeit im Juli und August schließt eine wichtige Lücke im Nahrungsangebot, wenn viele Frühsommerblüher bereits verblüht sind. Da die Pflanze Mykorrhiza-Verbindungen (Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen) eingeht, trägt sie aktiv zur Stabilität des Boden-Ökosystems bei.
Bitte beachten Sie, dass das Schwärzliche Habichtskraut als nicht kindersicher eingestuft wird. Der milchige Saft in den Stängeln kann bei empfindlichen Personen Hautreizungen auslösen. Platzieren Sie die Pflanze daher am besten außerhalb der direkten Reichweite kleiner Kinder oder tragen Sie beim Hantieren Handschuhe.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wählen Sie einen Platz im Halbschatten (Lichtwert 6), idealerweise ohne pralle Mittagssonne.
Boden: Das Kraut bevorzugt normalen Boden als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf).
Feuchtigkeit: Halten Sie die Erde gleichmäßig frisch (mäßig feucht), Staunässe aber unbedingt vermeiden.
Temperatur: Da die Art an kaltes Klima (Temperaturwert 2) angepasst ist, gedeiht sie am besten an kühleren Gartenstellen.
Bodenreaktion: Ein neutraler bis schwach saurer Boden (pH-Wert 4 bis 7) ist ideal.
Pflanzzeit: Setzen Sie junge Pflanzen im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst bis zum ersten Bodenfrost.
Symbiose: Die Art nutzt AM (Arbuskuläre Mykorrhiza), profitiert also von einem gesunden Bodenleben mit nützlichen Pilzen.
Pflege: Ein Rückschnitt nach der Samenreife fördert die Vitalität, ist aber für die Vermehrung nicht zwingend nötig.
Pflanzpartner: Das Alpen-Vergissmeinnicht (Myosotis alpestris) passt ökologisch hervorragend, da es ähnliche kühle und frische Standorte liebt.
Das Schwärzliche Habichtskraut (Hieracium nigrescens) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Es ist eine indigene (einheimische) Art in Deutschland und Österreich, die natürlicherweise in kühlen, montanen bis alpinen Lagen vorkommt. Typisch für diesen Archäophyten (eine Pflanze, die schon vor 1492 bei uns heimisch war) ist der Wuchs an lichten Waldrändern oder auf frischen Bergwiesen. Die Pflanze bildet eine bodenständige Blattrosette aus und zeigt zur Blütezeit die charakteristischen, dunkel-schwärzlichen Drüsenhaare am Stängel und am Blütenstand.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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